Klingbeil-Berater warnt Unternehmer vor AfD-Kontakten

Sollten Wirtschaftsverbände auch mit der AfD sprechen? Ein Berater des Finanzministers warnt: Die Partei könne die Bühne ausnutzen.
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Sollten Unternehmerverbände sich Gesprächen mit der AfD öffnen? (Illustration)
Sollten Unternehmerverbände sich Gesprächen mit der AfD öffnen? (Illustration) © Georg Wendt/dpa
Berlin

Führende Ökonomen, darunter ein Berater von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), warnen Unternehmer vor engen Kontakten mit der AfD. "Die AfD macht den Unternehmen wie der Bevölkerung kein reales Politikangebot. Sie bietet ein imaginäres Luftschloss", sagte Wirtschaftsberater Jens Südekum dem "Handelsblatt". Er warnte: "Es wird kein ehrlicher inhaltlicher Diskurs stattfinden."

Hintergrund ist, dass sich der Verband der Familienunternehmer zuletzt für Gespräche mit der AfD geöffnet hat. Zu einem Parlamentarischen Abend im Oktober lud er auch AfD-Politiker ein. Mehrere Mitgliedsunternehmen erklärten daraufhin ihren Austritt aus dem Verband. Andere warben für eine kritische Auseinandersetzung mit der Partei. 

"Radikalreformphantasien können nicht die Lösung sein"

"Mit der Öffnung zur AfD degradiert sich der Verband der Familienunternehmer zum Steigbügelhalter der Rechtspopulisten", kritisierte Südekum. Die AfD werde sich in inhaltlichen Fragen maximal flexibel zeigen, allen Wünschen der Familienunternehmer entgegenkommen und die Bühne nutzen, um sich als seriöser Gesprächspartner zu inszenieren. "Das tatsächliche inhaltliche Vakuum und die gefährlichen Irrungen in ihrer Wirtschaftspolitik wird sie geschickt zu kaschieren wissen."

Der Wirtschaftsweise Achim Truger bezweifelte den Sinn von Gesprächen mit der AfD. "Mir ist absolut schleierhaft, wie die Familienunternehmer so naiv sein können, sich von der AfD ernsthaft etwas Positives für die Wirtschaft zu erhoffen", sagte er dem "Handelsblatt". "Es ist klar, dass die Lage in manchen Unternehmen nach vielen Jahren der Krise und immer neuen ökonomischen Schocks sehr angespannt ist, aber vermeintlich einfache Radikalreformphantasien können nicht die Lösung sein."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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