Karstadt: „Noch ist die Tinte nicht trocken“

Vorsichtige Erleichterung bei den Karstadt-Mitarbeitern in München: „Wir freuen uns schon. Aber die Tinte ist noch nicht trocken“, sagt der Leiter einer Filiale zur AZ. Warum sich die 1860 Münchner Mitarbeiter von Karstadt eher verhalten freuen.
von  Abendzeitung
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Vorsichtige Erleichterung bei den Karstadt-Mitarbeitern in München: „Wir freuen uns schon. Aber die Tinte ist noch nicht trocken“, sagt der Leiter einer Filiale zur AZ. Warum sich die 1860 Münchner Mitarbeiter von Karstadt eher verhalten freuen.

Vorsichtige Erleichterung bei den Karstadt-Mitarbeitern in München: „Wir freuen uns schon. Aber die Tinte ist noch nicht trocken“, sagt der Leiter einer Filiale zur AZ. In München laufen die verbliebenen Karstadt-Häuser recht gut, dennoch stand es auch für sie Spitz auf Knopf. Zurzeit arbeiten noch rund 1860 Menschen in den fünf Münchner Filialen – fast 170 haben ihren Job durch die Schließung des Hauses am Dom im März bereits verloren.

Die meisten Mitarbeiter haben Oberpollinger und Karstadt Sporthaus am Stachus, die als ein gemeinsamer Betrieb gelten. 850 Menschen arbeiten dort insgesamt. Oberpollinger wurde schon von Arcandor zum Edel-Kaufhaus umgewandelt und spielt deswegen bei der Verhandlungen um die Zukunft der Konzerns immer eine Sonderrolle.

Am Hauptbahnhof steht der größte Karstadt – er ist sogar das größte Kaufhaus Bayerns, in dem zurzeit 650 Menschen arbeiten. Lange Jahre, bis 2007, hieß es Hertie. 1993 hatte die Karstadt AG Hertie gekauft und begonnen, Kaufhäuser zu schließen oder umzubenennen – nur das Haus am Münchner Bahnhof durfte seinen traditionellen Namen behalten. 2004 fasste Karstadt kleinere Kaufhäuser in der Karstadt Kompakt GmbH zusammen und verkaufte sie 2005 an den britischen Investor Dawnay Day. Der nannte kleinere Häuser wieder Hertie – das große Haus am Bahnhof aber Karstadt.

Drei kleinere Filialen gibt es im München Norden: Im OEZ arbeiten 120 Menschen, an der Münchner Freiheit 130, im Karstadt am Nordbad 110. ta