Kaltes Frühjahr lässt die Heizkostenabrechnung steigen

Im April und Mai musste mehr geheizt werden als üblich. Das trifft vor allem Verbraucher mit einer Gasheizung.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Für die gesamte Heizperiode von September bis Mai ergibt sich auf Basis der Daten des Deutschen Wetterdienstes ein um 11 Prozent höherer Heizbedarf als in der Vorjahresperiode.
Für die gesamte Heizperiode von September bis Mai ergibt sich auf Basis der Daten des Deutschen Wetterdienstes ein um 11 Prozent höherer Heizbedarf als in der Vorjahresperiode. © Sina Schuldt/dpa
München/Heidelberg

Das ungewöhnlich kühle Frühjahr 2021 hat viele Haushalte in Deutschland bei den Heizkosten kalt erwischt.

Vor allem Verbraucher mit Gasheizungen müssen nach Berechnungen der Vergleichsportale Check24 und Verivox deutlich tiefer in der Tasche greifen. Laut Check24 zahlt ein Musterhaushalt, der sein Reihenhaus mit Gas heizt, für den Zeitraum von September bis Mai 1256 Euro - 10 Prozent mehr als in der vorangegangenen Heizperiode. Verivox kommt auf einer etwas anderen Berechnungsgrundlage für eine Familie auf 7,1 Prozent höhere Heizkosten.

Für die gesamte Heizperiode von September bis Mai ergibt sich auf Basis der Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ein um 11 Prozent höherer Heizbedarf als in der Vorjahresperiode. Im Mai hätten die Haushalte im Durchschnitt fast ein Viertel mehr Energie für die warme Wohnung aufwenden müssen als im Mai 2020.

Heizen mit Gas 14 Prozent teurer als Heizen mit Öl

"Die realen Heizkosten sind stark vom jeweiligen Verbrauch und von den Preisen zum Kaufzeitpunkt beziehungsweise Vertragsabschluss abhängig", sagte Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei Check24. Im Durchschnitt sei Heizen mit Gas in der aktuellen Heizperiode 14 Prozent teurer gewesen als Heizen mit Öl. Der Check24-Musterhaushalt zahlte demnach 1105 Euro fürs Heizen mit Öl, 151 Euro weniger als bei einer Gasheizung.

Beim Heizöl kommt es entscheidend darauf an, wann der Tank aufgefüllt wurde. "Haushalte, die sich die Preise im September 2020 sichern konnten, haben eine der günstigsten Heizperioden überhaupt hinter sich", sagte Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. Kostete leichtes Heizöl in der Heizperiode 2019/2020 im Mittel 58,80 Euro brutto pro Hektoliter, waren es in dieser Saison durchschnittlich 54 Euro.

Die schrittweise Anhebung des CO2-Preises werde das Heizen mit Öl mittel- bis langfristig aber immer unattraktiver machen. Seit dem Preistief im September 2020 ist der Heizölpreis inzwischen um 65 Prozent gestiegen.

© dpa-infocom, dpa:210606-99-880362/2

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen