Händler protestieren gegen Ladenschließung

Einzelhandel und Gastronomie unterliegen im Lockdown strengen Beschränkungen und leiden stark darunter. Manchen fehlt das Verständnis für die strikten Auflagen - es gibt Protest.
| dpa
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Ein Hinweisschild der Aktion "Wir machen aufmerksam" hängt am Eingang eines Bekleidungsgeschäfts in der Trierer Innenstadt.
Ein Hinweisschild der Aktion "Wir machen aufmerksam" hängt am Eingang eines Bekleidungsgeschäfts in der Trierer Innenstadt. © Harald Tittel/dpa
Berlin

Ihre Läden und Restaurants für Kunden zu öffnen trotz staatlichen Verbots - dazu werden Inhaber in sozialen Medien nun für den 18. Januar aufgerufen.

Die eigentlich für Montag (11. Januar) geplante Aktion wurde verschoben. Zunächst sollten Betroffene an den Türen ihrer Geschäfte darauf aufmerksam machen.

Zahlreiche Händler protestierten am Montag auf legale Weise in ihren Geschäften. Sie hielten Plakate mit dem Schlagwort #wirmachenaufmerksam in Kameras und stellten die Fotos und Videos online, die Türen blieben aber für Kunden geschlossen. Daran beteiligten sich auch Ketten wie der Modehändler Gerry Weber. Auch Gastronomen nahmen an der Aktion teil.

Wer dagegen seine Läden entgegen der Corona-Verordnungen öffnet, riskiert Bußgelder. Dazu könnte es am nächsten Montag kommen.

"Das Beste, was jetzt gemacht werden könnte, ist diese Frist, um einfach ein paar rechtliche Sachen zu sichern", erklärte der Initiator der Kampagne #wirmachenauf, Mecit Uzbay, die Verschiebung. Eine Liste teilnehmender Geschäfte soll am Mittwoch veröffentlicht werden.

Die Verbände von Handel und Gastronomie hatten sich von der Aktion distanziert und an die Unternehmer appelliert, sich an geltendes Recht zu halten. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprachen Handelsverbände von "großer Sorge" angesichts der Initiative. Sie fordern in dem Schreiben auch schnelle und unkomplizierte Finanzhilfen für die Betriebe.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband teilte am Montag mit, jeder vierte Unternehmer erwäge, seinen Betrieb aufzugeben. Die Konten seien leer, die versprochenen Hilfen für November und Dezember müssten endlich ankommen.

Gaststätten sind seit November für Besucher geschlossen, touristische Übernachtungen in Hotels tabu. Seit dem 16. Dezember sind auch wieder viele Geschäfte in Deutschland geschlossen. Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus gebremst werden.

© dpa-infocom, dpa:210111-99-979954/6

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