IG-Metall: Weitere 24-Stunden-Warnstreiks im Osten

Weiterhin ergebenislose Verhandlungen: In Berlin, Brandenburg und Sachsen rückt in der Metall- und Elektroindustrie ein Tagesstreik näher. Für Montag wurde bereits zu einem Warnstreik aufgerufen.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Die IG Metall fordert ein "tarifliches Angleichungsgeld".
Die IG Metall fordert ein "tarifliches Angleichungsgeld". © Hendrik Schmidt/dpa
Frankfurt/Main

In der Metall- und Elektroindustrie von Berlin, Brandenburg und Sachsen sind weitere 24-Stunden-Warnstreiks der IG Metall möglich.

Der Gewerkschaftsvorstand in Frankfurt genehmigte gestern Abend spät die Arbeitskampfmaßnahmen, bei denen den Teilnehmern Streikgeld zusteht. Der Gewerkschaftsbezirk rief für Montag zu einem weiteren ganztätigen Warnstreik auf.

Ziel ist 30 Jahre nach der Wiedervereinigung die Angleichung der Ost-Arbeitsbedingungen an die westlichen Standards mit der 35-Stunden-Woche. Laut Gewerkschaft arbeiten die Beschäftigten in den Ost-Bundesländern für das gleiche Gehalt wöchentlich drei Stunden mehr. Berechnet auf den Stundensatz liege der Gehaltsunterschied bei 8,5 Prozent, den die IG Metall in einem "tariflichen Angleichungsgeld" nachfordert.

In bislang ergebnislosen Verhandlungen hatten die Arbeitgeber darauf bestanden, den in Nordrhein-Westfalen erreichten Pilotabschluss für die Metall- und Elektroindustrie ohne weitere Angleichung zu übernehmen. Dies ist inzwischen in allen anderen Tarifgebieten geschehen, so dass der IG-Metall-Vorstand die Abschlüsse einschließlich des VW-Haustarifvertrags annahm und damit wirksam werden ließ. Der Beschluss zu den Ost-Warnstreiks gilt bis zur nächsten Vorstandssitzung am 4. Mai, wie die Gewerkschaft heute mitteilte.

Die Bezirksleiterin für Berlin, Brandenburg und Sachsen, Birgit Dietze, erhöhte heute den Druck. "Die Arbeitgeber haben bis Montag Zeit, sich zu bewegen", teilte sie mit. In ihren Händen liege die Zukunft des Flächentarifs. "Wenn wir keine Flächenlösung beim Tariflichen Angleichungsgeld erreichen, werden wir diesbezüglich mit möglichst vielen Unternehmen betriebliche Lösungen finden", kündigte Dietze an.

© dpa-infocom, dpa:210430-99-413959/5

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen