IAA-Gegner seilen sich von Münchner Autobahnbrücken ab

Umweltaktivisten protestieren mit Aktionen auf Autobahnen gegen die IAA Mobility. Sie fordern eine eine klimagerechte Mobilitätswende.
| dpa
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Ein Aktivist bei einer Banneraktion an einer Schilderbrücke über der Autobahn A9 bei Fürholzen in Fahrtrichtung München.
Ein Aktivist bei einer Banneraktion an einer Schilderbrücke über der Autobahn A9 bei Fürholzen in Fahrtrichtung München. © Matthias Balk/dpa
München

Umweltaktivisten haben mit Protestaktionen am Eröffnungstag der Automesse IAA Mobility zeitweise den Verkehr auf Autobahnen rund um München lahm gelegt.

Demonstrantinnen und Demonstranten entrollten am Dienstagmorgen nach Polizeiangaben auf mehreren Autobahnen Banner. Zum Teil seilten sie sich dafür von Autobahnbrücken ab.

Auf der A9 etwa kletterten Aktivisten eigenen Angaben zufolge auf eine Schilderbrücke und überklebten die Aufschrift. Auf der A96 seilten sich zwei Demonstranten von einer Brücke ab und entrollten ein Transparent mit dem Schriftzug "Block IAA". Polizei und Feuerwehr waren vor Ort, um die Protestaktionen zu beenden. Weil die Straßen gesperrt seien, staue sich der Verkehr, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Automesse IAA findet in diesem Jahr mit neuem Konzept in München statt. Gegnerinnen und Gegner der Messe wollen deren Ablauf stören, um für eine klimagerechte Mobilitätswende zu demonstrieren. "Wir fordern autofreie Städte, einen stark ausgebauten und kostenlosen ÖPNV – vor allem auf dem Land. Und den sofortigen Baustopp aller Autobahnprojekte", hieß es in einer Pressemitteilung.

Der Autobranchenverband VDA kritisierte die Aktionen und wies die Kritik zurück. "Die IAA Mobility zeigt den Weg zur klimaneutralen Mobilität", sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. "Und wir diskutieren auch mit denen, die anderer Meinung sind. Unser Angebot zum Dialog steht. Gewalt und Nötigung lehnen wir ab."

© dpa-infocom, dpa:210907-99-123202/2

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