Gastgewerbe im Corona-Jahr 2020 mit kräftigem Umsatzeinbruch

Die Abwehrmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie gefährden das wirtschaftliche Überleben zahlreicher Betriebe des Gastgewerbes. Das Statistische Bundesamt stellt eine Jahres-Schätzung vor.
| dpa
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Besonders hart triffit die Corona-Pandemie die Hotelbranche - Rückgang von 81,9 Prozent in der Jahresfrist.
Besonders hart triffit die Corona-Pandemie die Hotelbranche - Rückgang von 81,9 Prozent in der Jahresfrist. © Roberto Pfeil/dpa
Wiesbaden

Hoteliers und Wirte haben nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr wegen der verschiedenen Corona-Einschränkungen mehr als ein Drittel ihres Umsatzes verloren.

Preisbereinigt (real) betrug der Rückgang im deutschen Gastgewerbe 38 Prozent, einschließlich der Preisveränderungen hatten die Betriebe 36 Prozent weniger in den Kassen, wie die Statistikbehörde am Montag in Wiesbaden berichtete.

"Lage und Stimmung im Gastgewerbe sind katastrophal. Verzweiflung und Existenzängste machen sich breit", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Branchenverbandes Dehoga, Ingrid Hartges. Insolvenzen und Betriebsaufgaben seien programmiert, wenn nicht die versprochenen Hilfen schnell, unbürokratisch und im vollen Umfang bei den Unternehmen ankämen.

Hartges verwies darauf, dass der corona-bedingte Lockdown für das Gastgewerbe Ende Januar bereits fünf Monate betragen werde. Erlaubt sind derzeit nur Übernachtungen von Geschäftsreisenden und das Abholen beziehungsweise Liefern von Speisen. Das finde aber nur im geringen Umfang statt.

In die Schätzung des Bundesamtes sind vorläufige Monatswerte bis einschließlich November eingeflossen. Die Auswirkungen des verschärften Lockdowns im Dezember wurden zunächst geschätzt.

Im ebenfalls bereits von flächendeckenden Betriebseinschränkungen geprägten November lagen die Umsätze nominal 66,4 Prozent unter denen aus dem Vorjahresmonat. Besonders hart wurden hier die Hotels mit einem Rückgang von 81,9 Prozent in der Jahresfrist getroffen. Cateringbetriebe kamen mit einem Rückgang um 43,2 Prozent noch vergleichsweise gut davon.

© dpa-infocom, dpa:210118-99-67723/4

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