Feuerwerkshersteller warnen vor "Todesstoß" für die Branche

Auch in diesem Jahr wird es an Silvester keine Knaller-Partys geben. Die Hersteller von Böllern kritisieren: "Das ist ein symbolisches Verbot auf unserem Rücken und ohne Wirkung."
| dpa
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Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird in diesem Jahr erneut verboten.
Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird in diesem Jahr erneut verboten. © Christophe Gateau/dpa
Ratingen

Das von Bund und Ländern beschlossene erneute Feuerwerksverbot an Silvester bedeutet nach Einschätzung der Böller-Hersteller "mit aller Wahrscheinlichkeit den Todesstoß für die gesamte Feuerwerksbranche in Deutschland". Den 3000 Beschäftigten der Branche drohe die Arbeitslosigkeit, warnte der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) am Donnerstag. "Mit der Entscheidung gegen Feuerwerk haben Bund und Länder auf Basis von falsch gesetzter Panik riskiert, dass es jetzt endgültig aus sein könnte für unsere Branche", sagte der VPI-Vorsitzende Thomas Schreiber.

Legales Silvesterfeuerwerk führe weder dazu, dass die Notaufnahmen an Silvester ein Problem hätten, noch dazu, dass sich die Situation auf den Intensivstationen verschärfe, sagte Schreiber. "Die Probleme sind übermäßiger Alkoholgenuss und illegale Feuerwerksprodukte."

Klaus Gotzen, Geschäftsführer des VPI, sagte: "Das ist ein symbolisches Verbot auf unserem Rücken und ohne Wirkung." Dabei werde eine gesamte Industrie sich selbst und der drohenden Insolvenz überlassen.

© dpa-infocom, dpa:211202-99-232158/2

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