Fahrgastverband: Streik-Fahrpläne müssen früher online sein

Die Lokführer streiken ab Donnerstag wieder im Personenverkehr und die Bahn muss improvisieren. Der Verein Pro Bahn findet, dass das Unternehmen Notfahrpläne in solchen Fällen zu spät veröffentlicht.
| dpa
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Eine Anzeigetafel an einem Bahnhof in Sachsen.
Eine Anzeigetafel an einem Bahnhof in Sachsen. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
Berlin

Die Deutsche Bahn informiert ihre Kunden aus Sicht von Fahrgastvertretern zu spät umfassend darüber, welche Züge des Regionalverkehrs trotz des Streiks noch fahren. Der Konzern vernachlässige die Fahrgastinformation, teilte der Verein Pro Bahn am Mittwoch mit.

Streikfahrpläne sollten mindestens 48 Stunden vor Beginn des Arbeitskampfes veröffentlicht werden. Im Personenverkehr will die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer in der Nacht zu Donnerstag mit einem fünftägigen Streik beginnen. Die Bahn hatte nach dem Streikaufruf am Montag und Dienstag in ihren Verkehrsmeldungen nach und nach Ersatzfahrpläne für die Regionen veröffentlicht. In der Online-Fahrplanauskunft und der App DB Navigator sollten sie jedoch teilweise erst im Laufe des Mittwochs verfügbar sein.

Die Bahn hatte am Montag angekündigt, dass die Fahrplanmedien und Informationskanäle schrittweise aktualisiert werden. Seit Dienstagmorgen ist der Ersatzfahrplan für den Fernverkehr wie angekündigt eingespeist.

Mehr Flüge geplant

Der anstehende Streik treibt bei der Lufthansa die Buchungen für innerdeutsche Flüge deutlich nach oben. Die Fluggesellschaft und ihre Billigtochter Eurowings stocken deshalb ihr Flugangebot bis kommenden Dienstag (7. September) um mehr als 7000 Sitzplätze auf. Dazu setzen sie auf etwa 150 Flügen größere Flugzeuge ein als eigentlich geplant und bieten außerdem insgesamt rund 30 zusätzliche Flüge an.

Im Fokus stehen bei der Lufthansa unter anderem Verbindungen etwa von Frankfurt und München nach Berlin und Hamburg und zurück. Eurowings verstärkt vor allem das Flugangebot von Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart nach Berlin und zurück. Es gebe bereits einen sprunghaften Buchungsanstieg, erklärte der Sprecher.

© dpa-infocom, dpa:210901-99-48746/3

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