EnBW-Chef fordert Tempo bei Ladesäulen-Verfahren

E-Fahrzeuge brauchen dringend ein gutes Netz von Ladestationen. Doch die Förderverfahren dauern teils bis zu zwei Jahren. Viel zu langsam, sagt EnBW-Chef Mastiaux.
| dpa
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EnBW betreibt nach eigenen Angaben mit bundesweit mehr als 650 eigenen Standorten das größte öffentliche Schnellladenetz Deutschlands.
EnBW betreibt nach eigenen Angaben mit bundesweit mehr als 650 eigenen Standorten das größte öffentliche Schnellladenetz Deutschlands. © Bernd Thissen/dpa
Kamen

Der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns EnBW, Frank Mastiaux, hat von der Politik beim Aufbau des Ladesäulennetzes für E-Autos eine "maximale" Beschleunigung von Genehmigungsverfahren gefordert.

So dauere es in den Förderverfahren bis zu zwei Jahre bis zur Mittelfreigabe, sagte Mastiaux am Dienstag in einer Online-Veranstaltung. "Das sind Zeiträume, die den ambitionierten Zielen, die wir uns selbst in unserem Land gesetzt haben, einfach nicht entsprechen." Er begrüßte die von der neuen Bundesregierung geplante Halbierung der Verfahrensdauer bei Infrastrukturvorhaben.

Anlass war die offizielle Inbetriebnahme eines neuen Schnellladeparks mit 52 Ladepunkten im nordrhein-westfälischen Kamen. Er liegt in der Nähe des Kamener Kreuzes, wo sich die vielbefahrenen Autobahnen 1 und 2 kreuzen. E-Autos können dort laut EnBW mit bis zu 300 Kilowatt Leistung geladen werden. In fünf Minuten sei damit je nach Fahrzeug eine Reichweite von bis zu 100 Kilometer möglich.

EnBW betreibt nach eigenen Angaben mit bundesweit mehr als 650 eigenen Standorten das größte öffentliche Schnellladenetz Deutschlands. Bis 2025 plant das Unternehmen den Betrieb von 2500 Schnellladestandorten. Jährlich will EnBW dafür rund 100 Millionen Euro investieren.

Laut Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) trägt die Anlage dazu bei, "dass die Menschen Vertrauen fassen, auch überall laden zu können". "Die Sorgen, irgendwann liegen zu bleiben, schwinden", sagte er. Es brauche einen konsequenten Ausbau der flächendeckenden Ladeinfrastruktur, um die Verkehrswende und die Mobilität der Zukunft langfristig erfolgreich zu gestalten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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