Deutscher Automarkt schwächelt - E-Fahrzeuge wichtige Stütze

Die Branche ist noch weit entfernt von ihren früheren Erfolgen. Kurz vor der Messe IAA zeigt sich aber, wie wichtig bestimmte Fahrzeuge inzwischen für eine Stabilisierung der Autokonjunktur sind.
| dpa
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Eine Mitarbeiterin enthüllt während der Vorstellung in der Gläsernen Manufaktur einen ID.4 von Volkswagen, dem ersten Elektro-SUV der Marke. (Archivbild).
Eine Mitarbeiterin enthüllt während der Vorstellung in der Gläsernen Manufaktur einen ID.4 von Volkswagen, dem ersten Elektro-SUV der Marke. (Archivbild). © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Berlin/Flensburg

Der deutsche Automarkt kann nach der teilweisen Erholung von den Corona-Einbußen aus 2020 weiter nicht so recht Tritt fassen. Die schwache Gesamtentwicklung wurde aber auch im August von anhaltend starken Zuwächse bei E-Fahrzeugen abgefedert.

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) gab es im zurückliegenden Monat mit rund 193.300 Pkw fast ein Viertel (minus 23 Prozent) weniger Neuzulassungen als vor einem Jahr. Dabei war das Niveau schon im vorigen Sommer wegen der Produktionsausfälle und des Nachfrageschocks nach der ersten Pandemie-Welle gering gewesen.

Betrachtet man den gesamten bisherigen Verlauf seit Januar, kommt bundesweit zwar ein leichtes Plus von 2,5 Prozent auf etwas mehr als 1,8 Millionen neue Personenwagen zusammen. Der Verband VDA wies jedoch darauf hin, dass die Pkw-Neuzulassungen auf dieser Basis um gut ein Viertel unter dem Stand von 2019 lägen: "Das Vorkrisenniveau auf dem deutschen Pkw-Markt ist weiterhin nicht in Sicht."

Im direkten Monatsvergleich schnitten viele Marken deutlich schlechter ab. Steigerungen nach Autotypen gab es unterm Strich nur bei den Kleinwagen. Auch die sonst besonders verkaufsstarken SUVs rutschten ab, obgleich sie insgesamt die stärkste Modellgruppe waren.

E-Fahrzeuge für Stabilisierung wichtig

Kurz vor der Messe IAA, die kommende Woche in München startet, zeigt sich, wie wichtig Fahrzeuge mit alternativen Antrieben inzwischen für die Stabilisierung der Autokonjunktur sind. Während Diesel über die Hälfte (50,8 Prozent) und Benziner 41,8 Prozent der Neuzulassungen zum August des Vorjahres einbüßten, kamen vollelektrische Pkw zu fast 80 Prozent, Plug-in-Hybride zu rund 43 Prozent und Hybride insgesamt zu über 31 Prozent mehr auf die Straßen.

Neben den absoluten Zahlen legen bei diesen Varianten die Marktanteile stetig zu - angeschoben durch die E-Kaufprämien. Laut VDA ist der E-Pkw-Anteil an allen Neuzulassungen von mittlerweile 27,6 Prozent ein neuer Bestwert.

Drastisch fällt im Vorjahresvergleich der Rückgang der deutschen Autoproduktion aus: Die Zahl der hergestellten Pkw sank im August um beinahe ein Drittel auf 133.600 Pkw Stück. Ein Hauptgrund sind die Probleme in der Beschaffung knapper Mikrochips und Elektronikteile, die bei etlichen Herstellern immer noch zu Schichtausfällen und Kurzarbeit führen. Im Gegenzug greifen Autointeressanten stärker auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu, wo die Preise bereits länger steigen.

© dpa-infocom, dpa:210903-99-82494/2

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