Dax schwächelt - Noch über 15.500 Punkten

Eine leichte Erholung der US-Technologiebörse hat am Freitag dem deutschen Aktienmarkt positive Impulse gegeben. Der Dax verringerte seine Tagesverluste im späten Handelsverlauf deutlich.
| dpa
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Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. © Fredrik von Erichsen/dpa
Frankfurt/Main

Auf der Stimmung der Anleger lastete allerdings nach wie vor die sich weiter verschlechternde Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Mit minus 0,67 Prozent auf 15.531,69 Punkte ging der deutsche Leitindex aus dem Handel. Auf Wochensicht büßte das Börsenbarometer damit 0,6 Prozent ein.

Zeitweise hatte der Dax im Zuge des Verfalls der Index-Optionen und Futures an den Terminbörsen seine Verluste um die Mittagszeit ausgeweitet. Nachdem er schließlich bis knapp über 15.400 Punkte abgesackt war, gelang ihm eine gewisse Erholung.

Der MDax der mittelgroßen Börsentitel schloss nach einer Berg- und Talfahrt mit minus 0,04 Prozent auf 34.460,77 Punkten fast unverändert. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,96 Prozent auf 4161,35 Zähler. Ähnlich schwach schloss der Pariser Leitindex, während in London geringe Gewinne verbucht wurden. In den USA zeigte sich der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss schwach. Die Nasdaq-Börsen zeigten sich zunächst mit leichten Gewinnen, rutschten aber zuletzt wieder in die Verlustzone.

Wie das Ifo-Geschäftsklima für Dezember an diesem Freitag sichtbar machte, belastet die aktuelle Corona-Welle die Stimmung in der deutschen Wirtschaft erheblich. Der wichtigste deutsche Konjunktur-Index gab den sechsten Monat in Folge nach und fiel auf den tiefsten Stand seit Februar.

Auf dem Dax lastete vor allem die Autobranche. Daimler sackten als Schlusslicht um 4,2 Prozent ab. Volkswagen und die Beteiligungsgesellschaft Porsche büßten jeweils mehr als dreieinhalb Prozent ein und BMW gaben um 3,0 Prozent nach.

Nach Startschwierigkeiten am Morgen drehten die Airbus-Papiere ins Plus und stiegen letztlich um 1,2 Prozent. Der Flugzeugbauer erhielt von Air France-KLM einen Auftrag über 100 Mittelstreckenjets.

In der zweiten Reihe lagen die Aktien von Rational in der MDax-Spitzengruppe. Sie gewannen 4,5 Prozent, nachdem die Deutsche Bank die Verkaufsempfehlung für die Papiere des Großküchenausrüsters gestrichen hatte. Die Aktie des Großküchenausrüsters bleibe zwar überbewertet, sei aber wieder "schmackhafter" geworden, schrieb Analyst Lars Vom-Cleff. Sobald die Corona-Krise abklingt, dürften sich ihm zufolge die Marktbedingungen wieder normalisieren und Rational dann wieder auf den früheren Wachstumspfad zurückkehren.

Um 7,6 Prozent abwärts ging es im Nebenwerte-Index SDax für die Anteile des Laserspezialisten LPKF. Wegen Projektverschiebungen und Logistikengpässen senkte LPKF seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Jahr.

Der Euro kam bis zum frühen Abend deutlich nach und wurde zuletzt mit 1,1275 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1330 (Donnerstag: 1,1336) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8826 (0,8822) Euro. Am Rentenmarkt hielt sich der Rentenindex Rex unverändert bei 145,44 Punkten. Die Umlaufrendite stagnierte bei minus 0,42 Prozent. Der Bund-Future (März-Kontrakt) stieg am frühen Abend um 0,21 Prozent auf 174,54 Punkte.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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