Daimler-Chef: CO2-Neutralität könnte vor 2039 kommen

"Konservativ" sei das Ziel, Klimaneutralität bei Daimler erst in 18 Jahren zu erreichen, sagt Konzern-Chef Källenius. Man wolle stattdessen "progressiver" sein.
| dpa
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Der Ladestecker eines Autos mit Plug-in-Hybrid-Antrieb von Mercedes-Benz. Daimler will das Tempo für das Ziel CO2-Neutralität erhöhen.
Der Ladestecker eines Autos mit Plug-in-Hybrid-Antrieb von Mercedes-Benz. Daimler will das Tempo für das Ziel CO2-Neutralität erhöhen. © Christoph Soeder/dpa
Stuttgart

Daimler-Chef Ola Källenius hat bekräftigt, die selbstgesteckten Klimaziele des Autobauers früher erreichen zu wollen.

Das Ziel, bis 2039 CO2-neutral zu sein, sei inzwischen das konservativste Szenario, sagte der Manager in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der "Stuttgarter Zeitung" und der "Stuttgarter Nachrichten". "Wir schauen uns verschiedene Szenarien an, die noch progressiver sind." Der Konzern werde in diesem Jahr ein Strategie-Update geben, in dem die Umsetzungsgeschwindigkeit und die nächsten Schritte erläutert würden. "Wir haben da sehr ambitionierte Pläne."

Nach Källenius' Worten wird es Autos mit Verbrennermotoren geben, so lange die Märkte oder die Ladeinfrastruktur noch nicht den Punkt erreicht haben, komplett auf Elektrofahrzeuge umzusteigen. Entscheidend sei, wie man die Technik mit einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis auf die Straße bekomme. Die Arbeit dafür müsse in diesem Jahrzehnt erledigt werden, sagte der schwedische Manager. "Das heißt: Wir werden bis 2030 bereit sein, alle Marktsegmente von der A-Klasse bis zur S-Klasse mit Elektrofahrzeugen abdecken zu können. Wir brauchen aber schnelle Fortschritte bei der Ladeinfrastruktur."

Daimler hat sich bisher vorgenommen, dass spätestens 2039 die gesamte Neuwagenflotte von Mercedes-Benz CO2-neutral sein soll. Für die Produktion soll das schon ab 2022 gelten.

© dpa-infocom, dpa:210620-99-72792/2

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