Chinas Außenhandel setzt Erholung nach Corona-Einbruch fort

Vom anhaltenden Aufschwung in China profitieren auch deutsche Firmen stark. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Einfuhren aus der Bundesrepublik um 47 Prozent.
| dpa
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Containerschiffe legen in einem Hafen in Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong an.
Containerschiffe legen in einem Hafen in Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong an. © Chinatopix/AP/dpa
Peking

Chinas Außenhandel hat im Mai erneut zugelegt. Wie die Pekinger Zollbehörde mitteilte, stiegen die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft im Vergleich zum Mai des Vorjahres um 27,9 Prozent auf 263,9 Milliarden US-Dollar (etwa 216,9 Milliarden Euro).

Die Importe machten einen Sprung um 51,1 Prozent auf 218,4 Milliarden Dollar. Die außergewöhnlich hohen Zuwächse im Vorjahresvergleich erklären sich zum Teil damit, dass der Welthandel wegen der Corona-Pandemie damals stark eingebrochen war. Zwar geht es nun bereits seit Monaten für den Außenhandel wieder bergauf, jedoch hatten Analysten für den Mai im Durchschnitt mit einer noch stärkeren Erholung gerechnet. 

Deutlich profitierte auch Deutschland von der kräftigen Erholung in China, seinem wichtigsten Handelspartner. Nach Angaben der Pekinger Zollverwaltung stiegen die Importe aus Deutschland im Mai um 47 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. China lieferte umgekehrt 6,7 Prozent mehr Waren nach Deutschland. Aus der gesamten EU importierte China 57,7 Prozent mehr als im Mai des Vorjahres. Die Exporte in die Staaten der EU stiegen um 12,6 Prozent.

Trotz des Handelskriegs mit den USA legte auch der Außenhandel mit den Vereinigten Staaten zu. Chinas Exporte stiegen um 20,6 Prozent, während die Einfuhren um 40,5 Prozent zulegten. 

China, das die Corona-Krise schon lange überwunden hat, war mit einem Rekordwachstum ins neue Jahr gestartet. Die Wirtschaft wuchs in den ersten drei Monaten um 18,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres. Es war der größte Sprung seit Beginn der quartalsweisen Auswertung vor gut 30 Jahren.

Die Regierung in Peking verfolgt eine "Null-Covid-Strategie". Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus weitgehend im Griff. Es gab seit dem vergangenen Sommer nur noch wenige, kleinere Ausbrüche, so dass sich die Wirtschaft und das Alltagsleben normalisieren konnten.

© dpa-infocom, dpa:210607-99-891616/3

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