Bund stützt Georgsmarienhütte mit 58 Millionen Euro

Die Corona-Pandemie macht auch dem Stahlhersteller Georgsmarienhütte zu schaffen. Nun erhält das Unternehmen "Hilfe zur Selbsthilfe" von der Bundesregierung.
| dpa
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Das Stahlwerk der Georgsmarienhütte-Gruppe (GMH). Die Bundesregierung unterstützt den niedersächsischen Stahlhersteller in der Corona-Krise mit einer stillen Beteiligung in Höhe von 58 Millionen Euro.
Das Stahlwerk der Georgsmarienhütte-Gruppe (GMH). Die Bundesregierung unterstützt den niedersächsischen Stahlhersteller in der Corona-Krise mit einer stillen Beteiligung in Höhe von 58 Millionen Euro. © picture alliance / dpa
Berlin

Die Bundesregierung unterstützt den niedersächsischen Stahlhersteller Georgsmarienhütte (GMH) in der Corona-Krise mit einer Stillen Beteiligung in Höhe von 58 Millionen Euro.

Die Hilfe erfolgt durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF), wie das Bundeswirtschaftsministerium am Samstag auf Anfrage bestätigte. Zuvor hatten die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) und die "Wirtschaftswoche" berichtet. Auf der WSF-Liste steht nun auch die Münchener Orcan Energy AG, die ein Darlehen von rund 4,5 Millionen Euro erhält.

"Hier geht es um Hilfe zur Selbsthilfe", hatte GMH-Chef Thomas Löhr der "NOZ" am Freitag gesagt. "Mit den Stabilisierungshilfen werden die coronabedingten Verluste im Eigenkapital weitgehend ausgeglichen und die zukünftige Finanzierung der Gruppe über die Kreditmärkte sichergestellt." Er sei der Bundesregierung und allen Beteiligten sehr dankbar für dieses Engagement. "Damit kann die GMH Gruppe ihre positive Gesamtentwicklung fortführen."

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds wurde im März 2020 von der Bundesregierung ins Leben gerufen, um negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. Mit Garantien und Kapitalhilfen sollen Unternehmen stabilisiert und somit auch Arbeitsplätze erhalten werden. Der Fonds hat einen Gesamtumfang von 600 Milliarden Euro.

Der WSF hat bereits mehrfach von Corona hart getroffene Unternehmen gestützt. Die bekanntesten Fälle sind die Lufthansa sowie Touristik-Veranstalter wie Tui, FTI oder Berge & Meer. Auch der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof und der Schiffsbauer MV Werften haben bereits Staatshilfen erhalten.

© dpa-infocom, dpa:210320-99-899877/2

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