Bauboom bei Fertighäusern - Materialnachschub gesichert

Zwar sind wichtige Rohstoffe noch immer knapp - aber in Deutschland entstehen immer mehr Holz-Fertighäuser. Der Branchenverband sieht die Produktion aber nicht in Gefahr.
| dpa
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Die Grundmauern eines Fertighauses stehen oft schon nach Stunden - sie werden aus großen Teilen zusammengesetzt.
Die Grundmauern eines Fertighauses stehen oft schon nach Stunden - sie werden aus großen Teilen zusammengesetzt. © Frank Rumpenhorst/dpa-tmn
Bad Honnef

Der Bauboom in Deutschland beschert den Herstellern von Holz-Fertighäusern volle Auftragsbücher.

In den ersten vier Monaten dieses Jahres seien bundesweit knapp 9200 Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise erteilt worden, berichtete der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Das seien fast 1700 Häuser mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und entspreche einem Zuwachs von 22,4 Prozent. Insgesamt haben die Bauämter von Januar bis April 2021 knapp 41.000 neue Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt.

Trotz der derzeit angespannten Lage am Holzmark sei die Versorgung der Hersteller mit Baumaterial gesichert. Die Preise für Holz und andere Baustoffe sind auf dem Weltmarkt unter anderem wegen der großen Nachfrage aus China und den USA stark gestiegen. Das dürfte sich auch in den Preisen für Fertighäuser niederschlagen. "Die Unternehmen können die enormen Materialpreissteigerungen sicherlich nicht vollständig auffangen und werden diese in ihrer Kalkulation berücksichtigen müssen", hieß es beim Fertigbau-Verband.

Der Anteil der vorgefertigt aus der Fabrik kommenden Gebäude an allen Ein- und Zweifamilienhäusern steigt seit Jahren. Im vergangenen Jahr erreichte die Fertighausbranche einen Marktanteil von 22,2 Prozent, der nach ihren Schätzungen in diesem Jahr auf 23 Prozent steigen könnte. Die Fertighausindustrie arbeite derzeit unter Volllast, teilweise gebe es zusätzliche Schichten in Betrieben, um den hohen Auftragsbestand bewältigen zu können, teilte der Branchenverband weiter mit.

© dpa-infocom, dpa:210619-99-57442/2

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