1200 Pfund mehr Kosten für britische Haushalte im neuen Jahr

Den Briten droht 2022 ein "Jahr der Knappheit": Einer Studie zufolge müssen Haushalte in Großbritannien wegen höherer Steuern und Energiekosten bei steigender Inflation mit jährlichen Einbußen rechnen.
| dpa
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Britische Banknoten: Der deutliche Anstieg der Energiepreise könnte einkommensschwache Familien überproportional treffen.
Britische Banknoten: Der deutliche Anstieg der Energiepreise könnte einkommensschwache Familien überproportional treffen. © Yui Mok/PA/dpa
London

Auf Verbraucherinnen und Verbraucher in Großbritannien kommen im neuen Jahr einer Studie zufolge erhebliche finanzielle Belastungen zu.

Haushalte müssten wegen höherer Steuern und Energiekosten bei steigender Inflation in der Regel mit jährlichen Einbußen von 1200 Pfund (gut 1400 Euro) rechnen, teilte die Denkfabrik Resolution Foundation mit. Sie warnte vor einer "Lebenshaltungskosten-Katastrophe". Besonders heftig treffe die Haushalte, dass die Beiträge zur Sozialversicherung National Insurance von April an um 1,25 Prozent steigen.

Premierminister Boris Johnson hatte die Maßnahme, mit der er ein Wahlversprechen brach, mit den finanziellen Kosten der Corona-Pandemie begründet. Mitglieder seiner Konservativen Partei fürchten, dass eine Lebenshaltungskostenkrise die Unterstützung für die Regierung weiter untergraben könnte.

Ein zu erwartender deutlicher Anstieg der Energiepreise werde einkommensschwache Familien überproportional treffen, schrieb Resolution Foundation. Zudem werden nach Schätzung der Denkfabrik die Reallöhne stagnieren, hinzu kommen weitere Steuererhöhungen etwa bei der Gemeindesteuer.

2022 drohe ein "Jahr der Knappheit" zu werden, sagte Resolution-Chef Torsten Bell. "Das Gesamtbild wird wahrscheinlich von steigenden Preisen und stagnierenden Lohnpaketen geprägt sein." Als eine Maßnahme schlägt der Thinktank vor, die Mehrwertsteuer auf Energierechnungen zu erlassen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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