102 Millionen Euro Strafe für Google in Italien

Internet-Riese Google muss in Italien eine Wettbewerbsstrafe zahlen - der Grund: eine App für Elektrofahrzeuge nicht in seine Plattform Android Auto aufgenommen.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Google ist mit der Entscheidung nicht einverstanden und will weitere Schritte prüfen.
Google ist mit der Entscheidung nicht einverstanden und will weitere Schritte prüfen. © Fabian Sommer/dpa
Rom

Google soll in Italien eine Wettbewerbsstrafe von 102 Millionen Euro zahlen, weil der Internet-Riese eine App für Elektrofahrzeuge nicht in seine Plattform Android Auto aufgenommen hat. Google habe damit seine eigene Karten-App bevorteilt, entschied die Kartellbehörde AGCM.

Die App des Energiekonzerns Enel zeigt Ladestationen für Elektroautos an und lässt Nutzer zudem Säulen buchen und für den Strom bezahlen. In Google Maps könne man zwar nur nach Ladestationen suchen und sich dorthin leiten lassen, räumte die AGCM ein. Aber Google könne in Zukunft in seinen Kartendienst auch Bezahlfunktionen integrieren.

Ein Google-Sprecher sagte, der Konzern sei mit der Entscheidung nicht einverstanden und werde weitere Schritte prüfen. Die oberste Priorität bei Android Auto sei, dass die Apps sicher während der Fahrt genutzt werden können. Deshalb gebe es strikte Vorgaben dafür, welche Apps unterstützt würden, basierend unter anderem auf Aufmerksamkeits-Tests und der Branchen-Standards.

Android Auto bringt ausgewählte Apps von einem angeschlossenen Smartphone mit dem Google-Betriebssystem auf den Bildschirm der Infotainment-Anlage im Fahrzeug. Dazu gehören unter anderem Chatdienste wie WhatsApp sowie viele Musik- und Podcast-Apps.

Die Wettbewerbshüter wiesen Google zudem an, nicht nur Enel, sondern auch anderen Entwicklern ähnlicher Apps für Lade-Infrastruktur die nötigen Software-Werkzeuge für die Entwicklung von Anwendungen für Android Auto zur Verfügung zu stellen. Die Einhaltung dieser Vorgabe soll von einem speziellen Aufseher überwacht werden. Die Behörde ermittelte bereits seit 2019 nach einer Beschwerde von Enel.

© dpa-infocom, dpa:210513-99-582456/3

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen