US-Ärzte warnen vor "Milchkisten-Challenge"

Eigentlich ist die Darstellung gefährlicher Handlungen auf Tiktok verboten. Doch immer wieder werden auf der Plattform waghalsige Wettbewerbe gestartet.
| dpa
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Das Logo des Video-Tausch-Unternehmens TikTok.
Das Logo des Video-Tausch-Unternehmens TikTok. © -/XinHua/dpa
Washington

Erst schwankt der Turm aus Milchkisten, dann bricht er zusammen: Im sozialen Netzwerk Tiktok posten derzeit zahlreiche Nutzer Videos, in denen sie auf einer Pyramide aus Plastikmilchkisten balancieren.

"MilkCrateChallenge" lautet der englische Name der Mutprobe, die sich nach Angaben der "Washington Post" seit Anfang August vor allem in den USA verbreitet. Nun warnen Ärzte davor, die Kurzvideos nachzuahmen.

Ziel der Challenge ist es, eine Pyramide aus aufeinandergestapelten Milchkisten hinauf- und wieder hinunterzuklettern. Doch in den meisten Videos ist zu sehen, wie Teilnehmer die Balance verlieren und dann unsanft auf dem Boden oder auf den Kisten landen. Das Resultat: Ausgerenkte Schultergelenke, Kreuzband- und Meniskusrisse, gebrochene Handgelenke und sogar Rückenmarksverletzungen, wie der Arzt Shawn Anthony vom New Yorker Krankenhaus Mount Sinai der "Washington Post" berichtete. Vor dem Hintergrund der steigenden Corona-Neuinfektionen in den USA warnte er daher davor, die Krankenhäuser zusätzlich zu belasten.

Zwar sind Inhalte, die gefährliche Handlungen darstellen, auf der chinesischen Plattform laut deren Community-Richtlinien verboten. Darunter fallen demnach "gefährliche Spiele, Mutproben oder Stunts, die zu Verletzungen führen könnten". Trotzdem würden Videos der neuen Challenge dort und auf anderen sozialen Netzwerken millionenfach angeklickt, berichtete die "Washington Post".

Es ist nicht das erste Mal, dass Tiktok-Nutzer ihre Gesundheit für gefährliche Mutproben aufs Spiel setzen: Bei der "Tide Pod Challenge", mussten die Teilnehmer auf Waschmittelkapseln beißen. Die "Choking Challenge", bei der Teilnehmer absichtlich in Ohnmacht fielen, forderte Medienberichten zufolge sogar Todesopfer.

© dpa-infocom, dpa:210826-99-975490/2

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