Unseriöse von seriösen Websites unterscheiden: Die wichtigsten Kriterien

Zwar ist das Internet ein Meer an Möglichkeiten und Chancen, leider aber auch ein Sammelbecken für Kriminelle. Dass unseriöse Websites existieren, ist nichts Neues und den meisten Internetnutzern bewusst. Allerdings sind Cyberkriminelle häufig auch nicht auf den Kopf gefallen und tarnen ihre Websites entsprechend. Nicht immer springt einem die Unseriosität einer Website sofort ins Auge.
| Daniel Niederbach
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Einige Details sollten einen beim Besuch einer Website stutzig machen. Unseriöse Betreiber*innen lassen sich dadurch meist recht eindeutig entlarven.
Einige Details sollten einen beim Besuch einer Website stutzig machen. Unseriöse Betreiber*innen lassen sich dadurch meist recht eindeutig entlarven. © stock.adobe.com © goodluz (DATEI-NR.: 184259792)

Ist man einmal ins Netz von Betrügern geraten, ist es oft schon zu spät. Zwar nimmt die Bayerische Polizei Cybercrime ernst und hat im Jahr 2017 eigene Kommissariate dafür geschaffen – oft ist das online ausgegebene Geld aber dennoch verloren. Oder sensible Daten sind längst in kriminelle Hände geraten. Besser ist es also, von vornherein selbst vorsichtiger im Netz zu agieren. Wie aber lassen sich seriöse von unseriösen Websites unterscheiden? Und was kann man tun, wenn man beispielsweise Opfer eines unseriösen Webshops wird und sein Geld wiederhaben oder die bestellte Ware erhalten möchte?

 Sieben allgemeine Anzeichen für unseriöse Websites

1. Das Impressum

Das Telemediengesetz(TMG) schreibt vor, dass fast alle Betreiber von Websites den Nutzern einige bestimmte Angaben über ihre Identität bereitzustellen haben. Das Impressum fällt damit unter die allgemeinen Informationspflichten und dient als eine Art Visitenkarte des Betreibers. Nutzern soll mit dem Impressum die Möglichkeit gegeben sein, die Seriosität einer Website zu überprüfen. Sie sollen sich anhand der dort vorhandenen Angaben ein Bild des Betreibers machen können. Außerdem kann im Falle einer Unklarheit die Person hinter der Website kontaktiert oder im Ernstfall auch rechtlich gegen sie vorgegangen werden.

Sollte ein Impressum unvollständig sein oder gar gänzlich fehlen, ist das eines der sichersten Zeichen dafür, dass mit einer Website eventuell etwas faul ist. Gerade, wenn auf der Website bezahlte Werbung geschaltet ist und vor allem, wenn die Website selbst kommerzielle Ziele verfolgt, ist ein mangelndes Impressum als unseriös einzustufen. Allem Anschein nach möchte der Betreiber etwas verschleiern oder seine Identität aus irgendwelchen Gründen nicht (vollständig) preisgeben.

Das Impressum sollte auf einer seriösen Website leicht über einen Link mit der entsprechenden Bezeichnung zu finden sein. Enthalten sein sollten:

• Der Name des Betreibers. Bei natürlichen Personen Vor- und Nachname, bei Unternehmen, also den sogenannten juristischen Personen, der Unternehmensname sowie Name und Vorname des Vertretungsberechtigten
• Bei juristischen Personen zusätzlich die Rechtsform
• Die Anschrift, das heißt: Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort. Ein Postfach hingegen reicht nicht aus
• Die Umsatzsteuer- oder Wirtschafts-Identifikationsnummer (soweit vorhanden)
• Das Handels-, Vereins-, Partnerschafts- oder Genossenschaftsregister mit Registernummer (soweit vorhanden)

2. Die Kontaktmöglichkeiten mit den Betreibern

Entweder im Impressum oder beispielsweise auch unter einem separaten Reiter findet sich auf jeder seriösen Website außerdem auch die Möglichkeit, mit der Person oder dem Unternehmen schnell in Kontakt zu treten. Sowohl für den elektronischen als auch nicht elektronischen Kommunikationsweg sollte eine Kontaktmöglichkeit vorhanden sein. Eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer sind der Standard. Je mehr Möglichkeiten es gibt, desto seriöser. Ist lediglich ein Kontaktformular vorhanden, muss das zwar kein Zeichen für Unseriosität sein, eine Telefonnummer und Mailadresse sind aber immer vertrauenswürdiger.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte vor dem Nutzen der angebotenen Dienste natürlich auch prüfen, ob die Kontaktdaten real sind. Lässt sich unter der angegebenen Telefonnummer jemand erreichen? Antwortet jemand auf eine Mail, in der man eine bestimmte Frage stellt? Falls keine Antworten kommen, ist das ein schlechtes Zeichen.

Auch ein ausländischer Firmensitz kann, muss aber nicht unbedingt ein Warnsignal sein. In jedem Fall könnte es im Falle eines Onlineshops schwieriger mit Rücksendungen werden. Sollte es sich um eine Website handeln, die eine DE-Endung aufweist, ihren Sitz aber dennoch im Ausland hat, ist sich über dieses Unternehmen vorher zumindest ausgiebig im Netz zu informieren.

Ein Anruf beim Kundenservice ist eine der besten Methoden, um sich von der Seriosität eines Shops zu überzeugen
Ein Anruf beim Kundenservice ist eine der besten Methoden, um sich von der Seriosität eines Shops zu überzeugen © stock.adobe.com © opolja (DATEI-NR.: 247179119)

3. Die AGB

Die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sind zwar nicht Pflicht auf Websites, sondern gehören zu den freiwilligen Regelungen. Allerdings sind sie sinnvoll und eigentlich unumgänglich, wenn es um das Regeln von Rechten und Pflichten in einem Vertrag geht.

Gerade für Onlineshops ist es wichtig, dass sie in den AGBs über alle geschäftsrelevanten Modalitäten aufklären und die Verbraucher beispielsweise auch über die korrekte Ausübung ihres Widerrufsrechts informieren. Bei Verbrauchergeschäften im Netz muss vor dem Vertragsschluss über die AGB unterrichtet werden. Aber auch alle anderen Anbieter müssen nach der Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung (§2 Abs. 1 Nr.7 DL-InfoV) vorhandene AGB spätestens bei Vertragsverhandlungen mitteilen. Die AGB müssen in diesem Fall nicht unbedingt auf der Website stehen; es reicht hier auch eine Mitteilung bei Vertragsverhandlungen, die etwa per E-Mail versandt wird.

In jedem Fall sollten AGBs irgendwo einsehbar sein – bestenfalls auf der Website selbst. Onlineshops ohne AGBs sind zweifelsfrei als unseriös zu erkennen. Übrigens darf das Widerrufsrecht nicht abgetreten werden. Macht dies ein Händler dennoch, ist auch das ein Zeichen für unseriöse Geschäftspraktiken.

4. Ungeschützte Datenübertragung

Während die Relevanz eines Impressums, der AGB und der Kontaktmöglichkeiten einigen Nutzern noch bekannt sein dürfte, ist die Verschlüsselung der Website ein Punkt, an den oft nicht gedacht wird. Denn die Datenübertragung sollte in jedem Falle geschützt stattfinden.

Gerade dann, wenn sensible Daten, wie Kontoinformationen oder Nummern von etwa Kreditkarten eingegeben werden müssen, sollte die Übertragung in jedem Fall verschlüsselt erfolgen. Andernfalls können die Daten im ungünstigsten Fall bei der Übertragung abgefangen werden. Wenn ein Betreiber auf die Verschlüsselung verzichtet, spielt die Kundensicherheit für ihn keine Rolle. Daher sind derlei Websites strikt zu meiden.

Erkennen lassen sich geschützte Datenübertragungen auf Websites am „https://“ in der Adresszeile. Außerdem sollte ein kleines, geschlossenes Vorhängeschloss-Symbol links neben der Webadresse zu sehen sein. Je nach verwendetem Browser kann bei verschlüsselter Übertragung der Daten zusätzlich ein Teil der Adresszeile grün markiert sein.

5. Das Aufdrängen einer Kundenregistrierung

Für gewöhnlich bekommen Nutzer eines Onlineshops im Rahmen eines Bestellvorgangs die Möglichkeit geboten, sich auf der Website als Kunde zu registrieren. Alternativ steht oftmals die Möglichkeit offen, einfach als Gast zu bestellen. Die Registrierung als Kunde kann diverse Vorteile bieten, wie etwa einen schnelleren Bezahlvorgang bei allen kommenden Bestellungen, da die Adressdaten nicht mehr erneut eingegeben werden müssen. Auch kann bei einer Registrierung beispielsweise die Bestellung leichter verfolgt oder der Bestellstatus eingesehen werden. Mitunter werben Onlineshops auch mit einmaligen Rabatten für die Registrierung als Kunde oder auch eine Anmeldung zum Newsletter.

Wird man als Nutzer aber zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt während des Surfens auf der Website zur Registrierung aufgefordert oder wird man gar dazu gezwungen, sich zu registrieren, ist Vorsicht geboten. Auf manchen Websites muss ein Konto erstellt werden. Doch dieses wird dann ausschließlich bei der Abwicklung einer Bestellung erstellt. Registrierungen, zu denen zu anderen Zeitpunkten aufgefordert sind, sollte man meiden. Es handelt sich dann vermutlich um eine unseriöse Website.

6. Werbung- und Gewinnspiel-Pop-ups

Viele Websites nutzen Werbebanner und Anzeigen, um sich zu finanzieren. Das ist also kein grundsätzliches Problem oder gar ein Anzeichen für unseriöses Verhalten. Ständige Werbe-Pop-ups allerdings kommen gehäuft auf unseriösen Websites vor. Sie sind außerdem beim Bedienen einer Website hinderlich, sondern können auch ein Sicherheitsrisiko für den eigenen Computer darstellen. Denn manche Pop-ups sind so präpariert, dass man sich mit einem falschen Klick Schadsoftware auf den PC lädt.

Gleiches gilt für Gewinnspiel-Pop-ups. Hier kommt zudem die Gefahr hinzu, dass persönliche Daten missbraucht werden, sobald diese in eine entsprechende Maske eingegeben wurden. Andere unseriöse Websites gehen noch weiter und deklarieren eine eigentlich kostenpflichtige Bestellung als Teilnahme an einem Gewinnspiel. Es gilt also immer: Websites mit vermehrten Pop-ups besser meiden und vor der Eingabe der eigenen Daten genau überprüfen, ob es sich um einen seriösen Betreiber handelt.

Ständig aufpoppende Werbung ist ein schlechtes Zeichen.
Ständig aufpoppende Werbung ist ein schlechtes Zeichen. © stock.adobe.com © Alex Ruhl (DATEI-NR.: 188353674)

7. Layout und Texte auf der Website

Bei seriösen Websites ist ein klares und übersichtliches Layout vorhanden. Die Betreiber sind daran interessiert, den Nutzern die Bedienung so leicht wie möglich zu machen. Alles, was die Website bietet, soll möglichst selbsterklärend sein und die Nutzung soll intuitiv funktionieren. Die Navigation ist entsprechend programmiert und führt in der Regel nicht dazu, dass Nutzer sich „verirren“ können.

Unseriöse Websites hingegen zeichnen sich oft durch ein gegenteiliges Layout aus. Mit bewusst wirr gestalteten Onlineshops beispielsweise möchte ein krimineller Betreiber mitunter, dass der Nutzer sich „verklickt“. Er klickt dabei etwa auf einen kostenpflichtigen Link oder geht einen Kaufvertrag ein, ohne das eigentlich zu wollen.

Auch die textliche Gestaltung sollte klar und übersichtlich sein. Alles, was einen eher an einen bunten Einkaufskatalog erinnert oder Websites, die vor Rabatten nur so strotzen, sind ein Indiz für mögliche Unseriosität. Da Layout und textliche Gestaltung letzten Endes natürlich auch im Auge des Betrachters liegen, kann es hier schon helfen, auf das eigene Bauchgefühl zu hören.

Außerdem sollte man sich spätestens an diesem Punkt fragen, wie man eigentlich auf die Website gekommen ist. Eventuell sogar über einen Link aus einer E-Mail? Dann ist der dringende Verdacht auf Phishing angesagt. Diese Methode der Cyberkriminalität hat alleine zwischen 2010 und 2015 in Deutschland zu einem Schaden von 123 Millionen Euro geführt. Tendenziell nimmt die Cyberkriminalität sogar eher noch zu. Absolute Sicherheit über die Seriosität einer Website bietet aber natürlich auch diese Überprüfung häufig noch nicht. Eine umfassende Recherche zur Website im Netz sowie die Berücksichtigung aller vorher beschriebenen Indizien ist die beste Vorgehensweise.

Webshops, bei denen Zweifel aufkommen sollten 

Vergleichsweise deutlich günstigere Produkte

Grundsätzlich gelten beim Besuch jedes Webshops natürlich auch die bereits eingangs genannten „7 allgemeinen Anzeichen für unseriöse Websites“. Darüber hinaus gibt es aber einige Details, auf die gezielt beim Shopping im Netz zu achten ist.

Eines der sichersten Indizien dafür, dass mit einem Webshop irgendetwas nicht stimmen kann, sind erstaunlich günstige Preise im Vergleich zu anderen Websites. Unseriöse Shops, die bestellte Waren entweder erst gar nicht verschicken, die falsche Waren liefern und dann nicht über den Kontakt zu erreichen sind oder die gefälschte Produkte vertreiben, verlangen für ihre Waren häufig sehr wenig Geld. Weniger zumindest, als es andere Onlineshops tun. In der Regel belaufen sich die Preise auf etwa zwei Drittel, manchmal aber sogar auf die Hälfte des üblicherweise für das Produkt verlangten Preises.

Natürlich verlangen manche „Fake-Shops“ auch einfach den Originalpreis oder nur marginal weniger – etwa auch, um über oben beschriebene nicht als unseriös klassifiziert zu werden. Dennoch sind günstige Preise ein erstes recht sicheres Zeichen, das einen misstrauisch werden lassen sollte.

Vorkasse als einzige Zahlungsmöglichkeit

Auch über die angebotenen Zahlungsmöglichkeiten lassen sich Rückschlüsse über die eventuelle Unseriosität eines Webshops ziehen. Seriöse Webshops bieten meistens mehrere Bezahlungsarten an. Üblich ist etwa die Bezahlung per
• Vorkasse
• Rechnung
• Lastschrift/ Bankeinzug
• PayPal
• Sofort-Überweisung
• Kreditkarte
• Nachnahme
• Giropay
• und Gutscheincodes.

Oft sind die meisten dieser Bezahlmethoden vorhanden, mindestens drei Optionen und besser mehr sollten aber in einem seriösen Webshop vorhanden sein. Viele unseriöse Shops bieten dagegen bis zum letzten Schritt mehrere Zahlungsweisen an und nennen diese oft auch in einem separaten Punkt unter der Bezeichnung „Zahlungsweisen“. Allerdings wird bei der Bestellung dann plötzlich nur noch „Vorkasse“ als Zahlungsweise angeboten. An dieser Stelle ist es ratsam, den Kaufvorgang abzubrechen. Wenn keine kundenfreundlichen Zahlungsweisen angeboten werden, handelt es sich meist um kriminelle Shopbetreiber.

Falsche oder mangelnde Gütesiegel 

Die meisten Onlineshops sind mit diversen Gütesiegeln ausgezeichnet. „Anerkannte Gütesiegel etwa geben Kunden eine verlässliche Orientierung durch die Vielzahl an Online-Shops. Online-Händler profitieren deshalb davon, wenn sie sich zertifizieren lassen und dafür hochwertige Prüfsiegel für ihren Shop verwenden dürfen. Das steigert das Vertrauen der Kunden und den Umsatz“, erklärt die Bitkom-Handelsexpertin Julia Miosga.

Es gibt zwar kein einheitliches Gütesiegel für Händler im Internet, zu den bekanntesten seriösen Gütesiegeln in Onlineshops gehören aber:
1. Die Trusted Shops Guarantee: Sie zertifiziert Online-Shops nach sorgfältig ausgewählten Qualitätskriterien bevor das Europäische Gütesiegel verliehen wird. Mit der Kombination aus Geld-zurück-Garantie und Händlerbewertungs-System von Trusted Shops kaufen Verbraucher im Internet sicher ein.
2. Das Ips-Gütesiegel (internet privacy standards): Die datenschutz cert GmbH bietet Konformitätsbewertungen auf dem Gebiet des Datenschutzes und der Informationssicherheit an. Diese umfassen Prüfaktivitäten sowie Zertifizierungstätigkeiten. Im Fokus stehen dabei IT-Systeme, -Produkte, Verfahren und Prozesse.

Bestimmte Anbieter zeichnen Webshops mit renommierten Siegeln aus. Auf diese ist unbedingt zu schauen.
Bestimmte Anbieter zeichnen Webshops mit renommierten Siegeln aus. Auf diese ist unbedingt zu schauen. © stock.adobe.com © REDPIXEL (DATEI-NR.: 167160211)


3. Der EHI Geprüfter Online-Shop: Für den sicheren und verbraucherfreundlichen Einkauf bietet das Siegel Geprüfter Online-Shop insbesondere Testbestellungen, die Überprüfung der telefonischen Erreichbarkeit, alle gesetzlichen Informationspflichten und vieles mehr.
4. Das S@fer Shopping (TÜV Süd): Zum Erhalt des TÜV SÜD Prüfsiegel ist ein dreistufiges Prüfverfahren vorgesehen, das aus einer Online-Prüfung, einem Security-Check und einem Audit vor Ort besteht. Dadurch wird den Kunden beim Online-Einkauf eine angemessen hohe Qualität und Sicherheit geboten.

Manche unseriösen Shops sind an frei erfundenen Siegeln zu erkennen, die keinerlei Aussagekraft haben und zu denen sich im Internet meist auch nichts finden lässt. Andere wiederum nutzen die oben genannten, offiziellen Siegel unrechtmäßig, obwohl sie diese also gar nicht besitzen. Ein Klick auf das entsprechende Siegel sollte in diesen Fällen helfen. Bei seriösen Shops nämlich führt eine Verlinkung zu einem originalen Zertifikat des Siegel-Anbieters.

Rechtliche Möglichkeiten, das Geld zurückzubekommen

Wer aus irgendwelchen Gründen trotz entsprechender Vorsicht dennoch einmal auf Betrüger im Internet hereingefallen ist, muss nicht gleich die Flinte ins Korn werfen und sein Geld als verloren betrachten. Es gibt Möglichkeiten, wie man dieses wiederbekommt. Allerdings sollte so schnell reagiert werden, wie nur irgendwie möglich. Die Möglichkeiten, das Geld zurückzubekommen, unterscheiden sich je nach Art der Zahlungsweise.

Überweisung: Eine Überweisung, die man selbst getätigt hat, lässt sich nicht wieder rückgängig machen. Jedenfalls nicht, wenn die Bank den Auftrag schon durchgeführt hat. Mit einem sofortigen Anruf bei der Bank kann man es natürlich dennoch probieren. Einige wenige Banken bieten aber auch eine „Stopp-Funktion“ an, die bis zu wenigen Minuten nach dem Abschicken der Überweisung im Online-Banking-Zugang genutzt werden kann.
Sepa-Lastschrift: Eine Sepa-Lastschrift lässt sich einfach wieder zurückholen. Bis zu acht Wochen ab dem Zeitpunkt der Abbuchung kann man diese zurückbuchen lassen. Handelt es sich um einen Betrugsfall sind sogar bis zu 13 Monate möglich, in denen sich das Geld nachträglich zurückbuchen lässt.
Kreditkartenzahlung: Im sogenannten Chargeback-Verfahren können Zahlungen, die mit einer Kreditkarte getätigt wurde, wieder rückgängig gemacht werden. Allerdings wird hierfür für gewöhnlich eine gewisse Bearbeitungsgebühr fällig.
Internet-Bezahldienst: Bei einigen Internet-Bezahldiensten, wie etwa auch dem wohl bekanntesten, PayPal, springt der sogenannte Käuferschutz ein. Das gilt allerdings nur bei Warenverkäufen. Bei Gewinnspielen beispielsweise greift dieser nicht. Es ist immer genau auf die Nutzungsbedingungen eines Bezahldienstes zu achten, um Details zu erfahren.
Bargeldtransferdienst: Bei Bargeldtransferdiensten, wie etwa Western Union oder auch Moneygram kann das transferierte Geld solange zurückgerufen werden, bis das Geld vom Empfänger persönlich in der Filiale abgeholt wurde. Wer sich einer Straftat bewusst wird, muss schnell handeln und sollte den Kundenservice am besten sofort über die Betrugshotline des Anbieters kontaktieren.


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