E-Mail-Marketing: Die richtigen Strategien, die richtige Umsetzung

Wenn Unternehmen ihre Erträge steigern wollen, ist E-Mail-Marketing eine kostengünstige Möglichkeit. Die Erfolge mit E-Mail-Marketing können enorm sein. Für die Unternehmen sind sie allerdings eine Herausforderung. Ganz besonders wichtig ist dabei eine Strategie zu haben.
von  Alexander Heuser
E-Mail-Marketing ist eine kostengünstige und sehr erfolgversprechende Form des Marketings.
E-Mail-Marketing ist eine kostengünstige und sehr erfolgversprechende Form des Marketings. © Pixabay © prodeepahmeed (CC0 Public Domain)

Viele Marketer machen sich Sorgen um die Effektivität ihrer Kampagnen. Das Postfach der Abonnenten ist heiß begehrt. Viele Richtlinien in Bezug auf den Datenschutz sind im Rahmen der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) einzuhalten. Doch es gibt noch immer Möglichkeiten, wie Unternehmen mit dem E-Mail-Marketing durchstarten können.

Einen Plan machen

Vor der nächsten E-Mail-Kampagne ist zunächst ein Plan notwendig, der die Ziele und Ansätze erkennbar macht. Damit ist auch leicht zu erkennen, welche E-Mails der ersten folgen müssen. Was sollte der Plan beinhalten?

  • Welche Ziele verfolgt ein Unternehmen mit der Marketing-Kampagne?
  •  Welche Zielgruppe soll die Kampagne ansprechen?
  • Wie häufig soll der E-Mail-Versand erfolgen?
  • Wie ist die inhaltliche Gestaltung der E-Mail?
  • Welche Dauer ist für die Kampagne geplant?
  • Wie soll die Erfoglsmessung stattfinden?

Der Plan muss dabei gar nicht so detailliert sein, eine Liste mit Stichpunkten reicht vollkommen. Der aufgeschriebene Plan hat einen großen Vorteil: Er lässt sich jederzeit nachlesen und nachvollziehen.

Simple und strukturierte Kampagnen am besten

Auf Knopfdruck E-Mails versenden funktioniert mit der richtigen Software.
Auf Knopfdruck E-Mails versenden funktioniert mit der richtigen Software. © PIxabay © geralt (CC0 Public Domain)

Viele Marketer verpacken mehrere Informationen in eine E-Mail und wollen damit viel Interesse wecken und möglichst viele Empfänger ansprechen. Besser ist es, das Gegenteil zu tun. Nachrichten sind am erfolgreichsten, wenn sie einfach zu lesen, sachlich und wenn sie prägnant sind. Mit den richtigen Tools können auch kleine Unternehmen das einfach umsetzen. Ein Vergleich geeigneter E-Mail-Marketing-Software findet sich beispielsweise bei sendinblue.com.

Dabei sind die 4 Ps sehr wichtig.

  • Promise (Versprechen)
  • Picture (bildliche Sprache)
  • Proof (Beweis)
  • Push (den Empfänger ins Handeln bringen)

Am Anfang steht ein Versprechen, beispielsweise die Lösung eines Problems. Bildliche Sprache ist am besten geeignet, um dem Leser ein Bild im Kopf zu zeichnen. So bekommt er eine genaue Vorstellung davon, wie die Lösung aussieht und sich auf ihn und sein Leben auswirkt. Als Beweis für den Erfolg der beschriebenen Lösung gibt es Fallstudien und Referenzen. Am Ende ist es dann wichtig, dem Kunden klar und einfach zu kommunizieren, was er als Nächstes tun soll, um die Lösung für sich verwenden zu können. Soll er ein bestimmtes Produkt kaufen, muss die E-Mail einen entsprechenden Link enthalten. Für zögerliche Leser bietet es sich an, zunächst beispielsweise eine kostenlose Testversion anzubieten.

E-Mails testen

Zum Testen von E-Mail-Kampagnen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die weder teuer noch zeitaufwendig sein müssen. Vor dem Versenden sollte sie auf jeden Fall jemand lesen.

Wichtig ist auch, die E-Mails auf verschiedenen Endgeräten zu testen, um zu sehen, ob die Inhalte auf Tablet, PC oder Smartphone immer richtig angezeigt werden. Das gilt vor allem für enthaltene Bilder. Besonders wichtig ist die Darstellung auf Smartphones, denn immer mehr Nutzer lesen ihre E-Mails auf mobilen Geräten. Doch die Kunden nutzen weiterhin mehrere Möglichkeiten, sodass es wichtig ist, dass sie auf allen Geräten gut funktionieren.

Das richtige Timing

Wann die Kunden ihre E-Mails lesen ist sehr unterschiedlich, aus ganz verschiedenen Gründen. Unternehmen sollten ihre Kampagne so versenden, dass sie zu einem Zeitpunkt mit hoher Öffnungswahrscheinlichkeit im Postfach landen. Manche Kunden lesen ihre E-Mails gleich als Erstes morgens, manche lesen sie nachmittags oder abends auf der Couch. Die Beantwortung der Frage ist sehr wichtig, allerdings nicht so einfach. Um es herauszufinden, sind Tests notwendig. Dazu einfach die E-Mails an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Uhrzeigen verschicken. Am Ende ist dann leicht zu erkennen, welcher Zeitpunkt der beste ist.

Kein E-Mail-Marketing ohne Einverständnis

Permission-based Marketing ist seit die DSGVO im Mai 2018 in Kraft getreten ist, Pflicht für die Unternehmen. Das heißt, sie müssen den Empfänger vor dem Versand der E-Mail um Erlaubnis fragen.

Wenn Unternehmen sich selbst eine Adress-Liste aufgebaut haben, können sie beim Sammeln der Adressen direkt sicherstellen, dass sie dem Kunden oder Interessenten weitere Informationen beispielsweise in Form eines Newsletters schicken dürfen. Das ist zwar aufwendiger als eine gekaufte Liste. Allerding stehen die Erfolgschancen für eine Marketing-Kampagne damit auch viel besser.

Die Resultate messen

Beim E-Mail-Marketing gibt es, wie bei anderen Marketingaktivitäten auch, bestimmte Werte, die sich messen lassen, um den Erfolg einer Kampagne zu bewerten. dazu gehören sogenannte Key Performing Indicators (KPIs): Zustell-, Öffnungs- und Klickrate.

Die Zustellrate gibt an, wie viele der versendeten Mails tatsächlich den Empfänger erreicht haben.

Die Öffnungsrate gibt an, wie viele der zugestellten Mails auch geöffnet wurden.

Die Klickrate gibt an, wie viele der Leser dann tatsächlich auch auf einen Link oder ein Bild geklickt haben.

Künstliche Intelligenz verändert das E-Mail-Marketing

Künstliche Intelligenz ist in immer mehr Lebensbereichen anzutreffen.
Künstliche Intelligenz ist in immer mehr Lebensbereichen anzutreffen. © PIxabay © geralt (CC0 Public Domain)

Künstliche Intelligenz ist in immer mehr Bereichen anzutreffen. Auch im E-Mail-Marketing ist sie stark im Kommen. Künstliche Intelligenz und Machine Learning vereinfachen die Marketing-Automation und unterstützen das E-Mail-Marketing bei viele Prozessschritten.

Mithilfe von Predictive Analytics kann künstliche Intelligenz die inhaltlichen und auch die optischen Vorlieben der Nutzer vorwegnehmen und dadurch Mailings und Newsletter optimal auf die gewünschte Zielsetzung hin gestalten. Auf der Grundlage von vorhandenen Daten und Algorithmen entstehen dynamische Inhalte, die sich an den persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen der Empfänger ausrichten.

Eine KI kann aufgrund der Daten in der vorhandenen Datenbasis Korrelationen erkennen und die Kunden und Interessenten clustern. Sie können selbstständig gemeinsame Kriterien definieren und so die Zielgruppe in Subgruppen unterteilen.

Die Segmentierung ist die Grundlage für den optimalen Versand der Mailings. Es braucht keine starren und komplexen Regeln mehr. Durch die Segmentierung lassen sich die Inhalte exakt auf die einzelnen Kundensegmente zuschneiden und entsprechend personalisieren. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit sehr stark, dass die Empfänger wie gewünscht reagieren. Es ist sogar denkbar, dass Unternehmen ihre Mailings genau dann versenden, wenn der Empfänger gerade seine E-Mails checkt. Durch Analysen des Empfängerverhaltens, kann die KI genau sagen, wann jemand seine E-Mails am häufigsten öffnet oder anklickt.


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