Rolex – wieder mehr als nur eine Luxusuhr

Rolex-Uhren sind seit Mitte des 20. Jahrhunderts der Inbegriff von Erfolg. Eine imposante Villa, ein teurer Sportwagen und eine Rolex sind noch immer die Insignien der Reichen und Schönen.
| Sandra Brausch
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Im Geheimdienst seiner Majestät tragen die besten Agenten eine Rolex-Uhr. Ian Fleming beschreibt eine Rolex Oyster Perpetual. Deshalb trägt James Bond 007 immer dieses Modell.
Im Geheimdienst seiner Majestät tragen die besten Agenten eine Rolex-Uhr. Ian Fleming beschreibt eine Rolex Oyster Perpetual. Deshalb trägt James Bond 007 immer dieses Modell. © Pixabay © russphotographer

Diese Zurschaustellung von Luxusgütern und die Prahlerei mit einer wertvollen Uhr hat in der der breiten Bevölkerung allerdings das Image der Marke Rolex etwas in Verruf gebracht. Eine zeitlang waren die Uhren nicht überall so gut angesehen. Doch mittlerweile hat sich das wieder gewandelt. Die Rolex-Uhr ist beliebter denn je zuvor.

Junge Generation steht auf Luxusgüter

Heutzutage ist es nicht mehr ganz so unüblich, eine Uhr der Schweizer Luxusuhrenmarke zu besitzen. Vielen gefällt der Gedanke, eine sportliche Rolex Submariner zu tragen oder vielleicht die Datejust aus Stahl und Gold zu erben. Heute steht der Markt für Luxusuhren Kopf. Um ein einfaches Uhrenmodell aus Edelstahl zu kaufen, müssen Interessenten sich auf eine jahrelange Warteliste setzen lassen.

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Der Handel mit gebrauchten Luxusuhren floriert. Für die jüngere Generation sind Luxusgüter erstrebenswert. Die Folge davon: Die Nachfrage nach Rolexuhren steigt. Die junge Generation akzeptiert es nicht nur, wenn jemand eine Rolexuhr trägt. Sie begehren die Luxusgüter. Sie ist mittlerweile zum gefragten Statussymbol geworden, fast so beliebt wie ein AMG. Die Rolex hat dem Auto gegenüber sogar noch deutliche Vorteile. Der Unterhalt ist wesentlich günstiger und das Schmuckstück lässt sich überall hin mitnehmen.

Gebrauchte Rolex oder lieber eine neue?

Die Submariner von Rolex ist eine sehr beliebte Uhr des Luxusuhren-Herstellers.
Die Submariner von Rolex ist eine sehr beliebte Uhr des Luxusuhren-Herstellers. © Pixabay © kelderreisen

Die stark steigende Nachfrage nach Luxusuhren aus der Schweiz hat den Handel mit gebrauchten Uhren angekurbelt. Das wirkt sich mittlerweile sogar auf die Listenpreise der neuen Uhren aus und auf die Verkaufsgewohnheiten des Unternehmens. Insbesondere die Stahlmodelle, beispielsweise die Rolex GMT-Master II oder die Rolex Submariner, sind nicht nur sehr beliebt. Sie haben sich zur Wertanlage gemausert.

Mittlerweile floriert der Gebrauchtuhrenmarkt gerade bei den Luxusuhren so gut, dass einige Kunden sich die Uhr beim Händler kaufen, um sie dann auf dem Gebrauchtmarkt wieder zu verkaufen. Die Gewinnspannen dabei sind enorm. Die langen Wartelisten schrecken die Käufer teilweise ab. Sie verzichten auf die neue Rolex, kaufen sich eine andere Luxusuhr. Echte Rolex-Liebhaber greifen dann lieber zu zertifizierten Rolex-Uhren auf dem Gebraucht-Uhrenmarkt zurück. Einige sind dabei sogar bereit horrende Summen zu bezahlen.

Eine neue Rolex ist schwer zu bekommen

Rolex macht es seinen Kunden auch nicht gerade leicht. Die langen Wartelisten zeigen, wie knapp die Uhren sind, was zur Strategie einer Luxusmarke gehört. Die Wartelisten stellen die Geduld der Kunden ganz schön auf die Probe. Es wird gemunkelt, dass Rolex damit auch den Händlern die Möglichkeit geben will, sich ihre Kunden auszusuchen.

Kunden, die in eine Rolex-Boutique gehen, um sich eine Edelstahl-Uhr zu kaufen, haben dort nur wenig Glück. Als einzige Alternative bleibt der Gebrauchtuhrenmarkt. Dort sind die Preise allerdings teilweise sehr, sehr hoch. Doch dank der enormen Beliebtheit der Luxusmarke Rolex ist auch der Kauf einer gebrauchen Uhr eine lohnende Investition.

Welche Modelle sind besonders beliebt?

Eine der beliebtesten Uhren und zugleich das Aushängeschild der Marke Rolex ist die Rolex Submariner. Die Taucheruhr hat normalerweise ein Metallarmband und ein praktisches Datumfenster anstelle der 3. Bereits seit 1950 gibt es dieses Modell, mittlerweile in sehr unterschiedlichen Versionen. Allen gemeinsam ist der Taucheruhr, dass sie bis 300 Meter Tiefe wasserdicht ist.

Bei einer Versteigerung erzielte die Rolex Daytona von Paul Newman knapp 18 Millionen US-Dollar. Sie war damit lange Zeit die teuerste Uhr der Welt.
Bei einer Versteigerung erzielte die Rolex Daytona von Paul Newman knapp 18 Millionen US-Dollar. Sie war damit lange Zeit die teuerste Uhr der Welt. © Pixabay © paalk

 Der Cosmograph Daytona ist ebenfalls ein sehr beliebtes Rolex-Modell. Sie ist die einzige Rolex-Uhr, die über eine Stoppuhr-Funktion verfügt. Die Daytona ist nicht nur bei den Herren sehr beliebt, sondern auch bei den Damen. Der Schauspieler Paul Newman war sehr angetan von dieser Uhr. Das Modell 6239 heißt inoffiziell sogar Paul-Newman-Daytona.

Eleganter noch ist die Rolex-Datejust-Kollektion. Das Zifferblatt wirkt sehr aufgeräumt und klassisch. Die Datejust beschränkt sich auf das Wesentliche. Sie ist der Inbegriff für moderne Armbanduhren.

Wem das noch nicht prestigeträchtig genug ist, der kann sich die Rolex Day-Date etwas näher anschauen. Sie ist die Uhr, die auch Päpste, Präsidenten und sogar der Dalai Lama schon getragen haben. Neben J. F. Kennedy hat sie auch Präsident L. B. Johnson getragen.

Welches Modell taugt als Investition?

In der Vergangenheit haben Uhrenmodelle, die Rolex eingestellt und nicht mehr produziert hat, eine enorme Beliebtheit unter Sammlern entwickelt haben. Auf dem Gebraucht-Uhrenmarkt sind die Preise erheblich gestiegen. Wer eine solche Uhr verkaufen will, hat Glück. Je seltener das Modell ist, umso besser sind die Chancen, dafür einen exorbitant hohen Preis zu erzielen. Die Uhren vermitteln den Käufern nicht nur, dass sie eine besonders wertvolle Uhr kaufen. Sie geben auch das gewünschte Gefühl dazuzugehören.

Wer eine gebrauchte Luxusuhr kauft, hat damit gleich mehrere Vorteile. Das Geld ist weder hinausgeworfenes Geld, noch schmückt sich der Käufer mit einer Replika. Eine überaus peinliche Vorstellung, wenn herauskommt, dass die Uhr gar nicht echt ist. Käufer umgehen damit die zum Teil jahrelangen Wartelisten und erhalten dennoch die gewünschte Uhrenqualität, die über Generationen Bestand haben wird. Denn eine Rolex ist eine Uhr, die auch in 100 Jahren noch so präzise funktioniert wie an ihrem Herstellungstag, unabhängig davon, ob sie beim Kauf gebraucht oder neu war. Sie ist eben eine gute Investition.

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