Ludwig II.: Mega-Ausstellung blickt hinter die Klischees

Die Herrschaft als „Märchenkönig“ bis hin zu den Legenden, die sich um ihn ranken: Die Ausstellung soll Ludwig II. als eine Figur der Moderne zeigen. Die Bilder.
von  dapd

Herrenchiemsee - Die Bayerische Landesausstellung widmet sich 125 Jahre nach dem Tod Ludwig II. dem Leben des bayerischen „Märchenkönigs“. Mit einer Eröffnungsfeier begann am Freitag die Schau „Götterdämmerung. König Ludwig II. und seine Zeit“ im Neuen Schloss Herrenchiemsee. Ab Samstag (14. Mai) ist sie für Besucher geöffnet.

Die Ausstellung soll Ludwig II. als eine Figur der Moderne zeigen. Sie blicke hinter die Klischees auf die historischen Wirklichkeiten, kündigten die Veranstalter an. Die Schau zeigt das Leben Ludwig II., der zwischen 1864 und 1886 König war, steht von seiner Thronbesteigung über seine Herrschaft als „Märchenkönig“ bis hin zu den Legenden, die sich um ihn ranken.

Der Ausstellungsort selbst ist Bestandteil der Schau. Das Schloss Herrenchiemsee war nach Neuschwanstein und Linderhof das dritte und letzte Bauprojekt Ludwigs. Die zu seinen Lebzeiten unvollendeten Räume des Schlosses sind nach Angaben der Veranstalter erstmals zu sehen.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagte bei der Eröffnungsfeier der bayerischen Landesausstellung: „Der 'Märchenkönig' ist der wohl berühmteste Bayer, weltweit bekannt durch seine visionären Bauwerke, seine Leidenschaft und seine Genialität.“ Es sei auch sein Verdienst, dass Bayern zu einer weltbekannten Marke geworden sei. Der bayerische Finanzminister, Georg Fahrenschon (CSU), betonte, dass Ludwig II. nicht geisteskrank gewesen sei.

„Das Jahrhundert, in dem die Schöpfungen König Ludwig II. als Verirrungen betrachtet wurden und daraus auf Wahnsinn geschlossen wurde, ist endgültig vorbei“, erklärte er.