Kunst, die Träume generiert

Man stelle sich vor, in Griechenland im Sommer schläft man unter freiem Himmel. Die kurzen nächtlichen Wachphasen vergisst man ein Leben lang nicht mehr.
von  Torsten Kresse
Großes Nefta, Altes Rathaus, Gräfelfing, 2009
Großes Nefta, Altes Rathaus, Gräfelfing, 2009 © Hans Schork/und-magazin

Der prächtige Sternenhimmel erzeugt in der nächsten Tiefschlafphase prächtige Träume. Doch was ist das, stimmt ja gar nicht, es ist Winter und man liegt im eigenen Bett.

Aber es hängt ein Kunstwerk von Hans Schork im Schlafzimmer, dem Münchner Künstler. Man hat eines ausgewählt, welches den Sternenhimmel darstellt und schon sind wir bei den lichtkinetischen Objekten, die er seit 1970 baut. Komplex in der Technik, aber wunderschön in der Wirkung und sie generieren Träume.

Hans Schork (1935) stellt seine Lichtkinetischen Objekte schon immer dem internationalen Publikum vor. Geht man auf seine homepage www.schork-lichtobjekte.de so sieht man mit Erstaunen, was man in einem aktiven Künstlerleben erreichen kann. Von Erfurt nach Eindhofen, von Prag nach Neu Dehli und München (mehrfach) nicht zu vergessen, pickt man sich mal 1995 raus.

Wenn man bedenkt, dass seine Werke nicht in einer halben Stunde mal so schnell „gemalt“ sind und dass er sogar seine Technik patentieren konnte, so fühlt man schon das Interesse, diesen Künstler unbedingt sehen zu müssen.

Wer zusammen mit Hans Schork träumen möchte, findet seine Werke vom 28. April bis 1. Mai in der Hachinga-Halle in Unterhaching am Grünwalder Weg 6. Wahrscheinlich erklärt er Ihnen dann auch die Technik, wie seine Lichtkunst funktioniert.


ars-technica 7 in Unterhaching vom 28.04.2017 - 01.05.2017