Zwölf mutmaßliche Opfer Weißer Ring stellt nach Belästigungsvorwürfen Anzeige

Informationsmaterial der Hilfsorganisation Weißer Ring liegt am 03.09.2014 auf einem Tisch in Erfurt (Thüringen). Foto: Martin Schutt/dpa

Die Opferhilfeorganisation Weißer Ring stellt nach Belästigungsvorwürfen Strafanzeige gegen einen früheren Lübecker Mitarbeiter.

 

Mainz - Ein 73 Jahre alter ehemalige Außenstellenleiter steht unter dem Verdacht, hilfesuchende Frauen sexuell belästigt und genötigt zu haben. "Ich schäme mich", sagte die Bundesvorsitzende Roswitha Müller-Piepenkötter am Montag in Mainz.

Bisher haben sich nach Angaben des Weißen Rings zwölf mutmaßliche Opfer gemeldet. Die Vorwürfe bezögen sich vor allem auf das Jahr 2016. Nach Müller-Piepenkötters Ansicht reagierte der Landesverband Schleswig-Holstein zunächst "zögerlich und völlig unangemessen". Der Bundesvorstand habe den Landesverband im Sommer 2017 nach den ersten Hinweisen aufgefordert, den Mitarbeiter sofort abzuberufen. Das sei - obwohl es beim Weißen Ring so Grundsatz sei - nicht geschehen.

Am Wochenende war die Spitze des Landesverbandes zurückgetreten. Müller-Piepenkötter kündigte an, dass der Bundesvorstand am Mittwoch in einer außerordentlichen Sitzung zusammenkomme. Es solle diskutiert werden, ob der Bundesverband auch am Landesverband vorbei auf solch einen Vorfall reagieren könne.

 

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