Zwischenfall in Nevada Secret Service zerrt Trump von Bühne

Weil die Sicherheitskräfte ein Attentat befürchten, bringen sie Donald Trump weg. Screenshot: Twitter/@NBCNews

Wenige Tage vor der US-Wahl kommt es zu einem Zwischenfall. Joachim Gauck warnt vor dem Republikaner

 

Wegen einer vermeintlichen Bedrohung haben Beamte des Secret Service den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump am Samstag bei einer Rede im US-Staat Nevada von der Bühne geholt. Ein Mann aus dem Publikum wurde festgenommen, später aber freigelassen. Eine Waffe wurde nach Angaben des Secret Service, der für Personenschutz zuständig ist, nicht gefunden. Trump kam kurz nach dem Vorfall auf die Bühne in Reno zurück und setzte seine Rede fort. Augenzeugen schilderten, dass jemand im Publikum plötzlich gerufen habe: „Er hat eine Waffe.“

Gauck beunruhigt wegen Trump

Trump selbst schirmte zunächst seine Augen mit der Hand ab und spähte in die Menge, bevor er von der Bühne gedrängt wurde.

Der Festgenommene sagte, er sei sein Leben lang Republikaner und habe nur versucht, ein Schild mit der Aufschrift „Republikaner gegen Trump“ hochzuhalten. Die Kandidatur des schillernden Immobilienunternehmers ist selbst innerhalb seiner eigenen Partei hochumstritten.

Die Demokratin Hillary Clinton wirkte nach einem Kundgebungsmarathon in Florida etwas angeschlagen. Bei einer Rede war sie heiser und nur noch schwer zu verstehen. Florida zählt zu den am heißesten umkämpften Bundesstaaten: Hier liegen die Ex-Außenministerin und der Multimilliardär praktisch Kopf an Kopf. Nur wenige Tage vor der Wahl sehen die meisten Umfragen Clinton vor dem Republikaner Trump. Eine Umfrage des Senders ABC und der „Washington Post“ zeigte sie mit 47 zu 43 Prozent vor Trump.

Bundespräsident Joachim Gauck zeigt sich mit Blick auf die Wahl beunruhigt. Zu einem möglichen Wahlsieg Donald Trumps sagte er dem „Spiegel“: „Was uns unter anderem Sorgen machen muss, ist seine Unberechenbarkeit.“ CSU-Chef Horst Seehofer warnte davor, sich als Oberlehrer der Welt aufzuführen. „Das amerikanische Volk wählt, wer es führt, und sonst niemand.“ Im Falle eines Wahlsiegs wäre Trump ebenso willkommen in Bayern wie dessen Konkurrentin.

 

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