Zwischen Beutelhausen und Pfettrach Großeinsatz nach dem Waldbrand im Buchholz

Immer wieder fliegt der Hubschrauber über das brennende Waldstück und wirft Löschwasser ab. Die Helikopterpiloten kontrollieren den Wald mit einer Wärmebildkamera. Foto: Thomas Gärtner

Polizei geht nach ersten Untersuchungenvon fahrlässiger Brandstiftung aus. Helikoptereinsatz dauert bis spät in die Nacht.

 

Landshut - Ein Waldbrand im Buchholz zwischen Beutelhausen und Pfettrach hat am Freitagnachmittag einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften aus den Landkreisen Landshut und Freising sowie zwei Polizeihubschrauber waren bis in die Abendstunden in und über dem unwegsamen Waldstück im Grenzgebiet der Gemeinden Bruckberg und Altdorf im Einsatz.

Gegen 16.45 Uhr war die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern durch einen Notruf über den Waldbrand verständigt worden. Zu der betroffenen Fläche gab es zunächst unterschiedliche Einschätzungen: Ersten Informationen zufolge war von mehreren tausend Quadratmetern die Rede, die in Brand geraten sein könnten. Tatsächlich handelte es sich nach Angaben des Polizeipräsidiums jedoch um "einige hundert Quadratmeter".

Weil sich der Brandherd in unwegsamem Gelände befand, erhielten die Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren Verstärkung aus der Luft: Die Löscharbeiten wurden durch zwei Polizeihubschrauber unterstützt.

Während eine Hubschrauberbesatzung das Gelände von oben erkundete und mit einer Wärmebildkamera überwachte, um die Einsatzkräfte mit aktuellen Lagebildern aus der Luft zu versorgen, flog der zweite Hubschrauber mehrere Löscheinsätze.

Die Brandstelle ist nur schwer zugänglich. Das dauert...

Der mit einem Außenlastbehälter ausgestattete Helikopter landete immer wieder auf einem Feld neben dem Sportplatz in Gündlkofen und wurde dort mit Löschwasser "betankt". Allein vom Boden aus wäre das Feuer kaum zu löschen gewesen, da die Brandstelle schwer zugänglich war und es zudem einige Zeit in Anspruch nahm, bis die erforderlichen Schlauchstrecken zum nächstgelegenen Gewässer aufgebaut waren.

Gegen 19.50 Uhr waren die Löscharbeiten dann doch so weit fortgeschritten, dass der Brand laut Polizeiangaben "unter Kontrolle" war und der Löschhubschrauber wieder abdrehen konnte.

Die Überwachung per Wärmebildkamera durch die Polizeihubschrauberstaffel wurde aber fortgesetzt.

Die Feuerwehren waren bis in die Nacht hinein vor Ort, um die Gefahr durch auflodernde Glutnester zu bannen. Erst gegen 23.30 Uhr meldete der zur Überwachung aus der Luft eingesetzte Polizeihubschrauber, dass keine weiteren Glutnester mehr festzustellen sind.

Daraufhin wurde das Großaufgebot der Feuerwehr sukzessive reduziert. Insgesamt waren etwa 300 Einsatzkräfte der Feuerwehr, 37 des THW sowie 25 des Rettungs- und Betreuungsdienstes (unter anderem zur Verpflegung der Einsatzkräfte) während der Brandbekämpfung vor Ort. Der Gesamteinsatz wurde von Kreisbrandinspektor Karl Hahn geleitet.

Der Einsatz konnte am Samstag gegen 1 Uhr vorläufig beendet werden. Auch die Polizei gab gegen 1.15 Uhr Entwarnung. Eine Gefahr für Menschen oder Wohnhäuser bestand laut Pressemitteilung nicht. Am Samstag gegen 8 Uhr gab es von der Feuerwehr noch mal eine umfassende Nachkontrolle.

Bei den polizeilichen Ermittlungen zur Brandursache ergaben sich laut Mitteilung erste Hinweise auf fahrlässige Brandstiftung. Entsprechende Spurensicherungsmaßnahmen wurden veranlasst. Nähere Angaben hierzu können vonseiten der Polizei zum jetzigen Zeitpunkt aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht gemacht werden.

Die Ermittlungen werden vom Fachkommissariat der Kripo Landshut geführt.

 

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