Oktoberfest ist das Ziel Mit zweiter Brauerei: Giesinger Bräu will auf die Wiesn!

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
, aktualisiert am 14.06.2019 - 06:48 Uhr
Noch schaut’s etwas karg aus beim neuen Giesinger Bräu, aber ist ja auch erst das Richtfest. Foto: Daniel von Loeper

Die Brauerei wird im Münchner Norden einen 140 Meter tiefen Brunnen bohren - um beim Oktoberfest ausschenken zu dürfen.

 

Milbertshofen - Pünktlich zum EM-Sommer 2020 - von dem der Gewinner zwar nicht feststeht, aber sicher ist, dass viel Bier fließen wird - will Giesinger Bräu seine zweite Brauerei in Milbertshofen in Betrieb nehmen. Jetzt wurde Richtfest gefeiert und weil der Bau perfekt im Zeitplan ist, soll aber Ende März 2020 die Produktion starten.

Bis zu 40.000 Hektoliter Bier können im Werk 2 an der Detmoldstraße gebraut werden. Giesinger-Bräu-Chef Steffen Marx spricht bescheiden von einer angestrebten Verdoppelung der derzeit 10.000 Hektoliter im Jahr, aber eine Vervierfachung wäre eben auch möglich, wenn die Münchner besonders durstig sind.

Genehmigung für die Bohrungen des 140 Meter tiefen Brunnens

Oder falls die Brauerei auf die Wiesn gehen sollte. Die Genehmigung für die Bohrungen des 140 Meter tiefen Brunnens hat die Stadt erteilt, jetzt darf Giesinger Bräu sein Bier endlich Münchner Bier nennen, weil dann nicht nur in München, sondern auch mit Münchner Wasser gebraut wird.

"Das führt in München zwangsläufig ab einer gewissen Größenordnung zum Thema Oktoberfest", sagt der zweite Bürgermeister Manuel Pretzl (CSU). "Leistungsfähig und traditionell heißt es in den Oktoberfest-Vorschriften und das kann man bei Giesinger Bräu jetzt schon feststellen." Immerhin blickt die Brauerei auf 13 Jahre Tradition zurück.

Weit weg von Giesing keine Anwohner

Auf rund 4.700 Quadratmetern entsteht an der Detmoldstraße eine Abfüllanlage mit Sudhaus, ein Voll- und Leergutlager sowie Büros. Dank modernster Anlagetechnik sollen in der neuen Produktionsstätte Energieeinsparungen von rund 50 Prozent im Vergleich zur Brauerei in Giesing erreicht werden. Zudem soll die Produktion lärm- und geruchslos vonstatten gehen, aber hier, weit weg von Giesing, gibt’s sowieso keine Anwohner.

Vermieter und Hausherr ist die Aurelis, das Projekt wurde von vielen Münchner auch durch ein Crowdfunding finanziert. "Wenn alle viel trinken, haben wir hier kein wirtschaftliches Risiko", sagt Pretzl. Na dann, Prost!

 

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