Zwei von drei Bauabschnitten genehmigt "Meilenstein"-Beschluss für 2. Stammstrecke

Die zweite Stammstrecke soll die Münchner S-Bahn weniger störungsanfällig machen. Foto: AZ

Großer Schritt in Richtung zweite Stammstrecke in München! Das Eisenbahnbundesamt hat jetzt eine Baugenehmigung für den westlichen Abschnitt der Strecke erlassen. Jetzt fehlt noch die Genehmigung für den letzten Bauabschnitt.

 

München - Was die zweite Stammstrecke angeht, wartet man im Münchner Rathaus seit langem auf konkrete Berechnungen und Zusagen aus dem Verkehrsministerium. Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte zuletzt in einem Brief an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt Druck gemacht – und das hat offenbar Wirkung gezeigt.

Weiterer wichtiger Schritt für den zweiten Tunnel

Wie das bayerische Verkehrsministerium am Mittwoch mitteilte, hat das Eisenbahnbundesamt den Planfeststellungsbeschluss für den westlichen Streckenabschnitt (rund 5,3 Kilometer von Laim bis zum Stachus) mit der neuen Station unter dem Hauptbahnhof erlassen. Hierbei handelt es um eine wichtige Hürde was die weitere Planung des Bauvorhabens betrifft. Ressortchef Joachim Herrmann (CSU) spricht von einem "weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke".

Bereits seit Ende 2013 besteht Baurecht für den anschließenden Abschnitt bis zur Isar mit der Haltestelle am Marienhof. Somit sind jetzt zwei der drei Bauabschnitte genehmigt, nur für den östlichen Teil durch Haidhausen läuft das Verfahren noch.

Auch die SPD-Stadtratsfraktion begrüßt den aktuellen Beschluss: „Schön, dass endlich etwas in Sachen zweiter Tunnel vorangeht! Es ist allerhöchste Zeit, dieses Mammut-Projekt für Münchens Infrastruktur voranzutreiben.", so Dr. Ingo Mittermaier, Stadtrat und verkehrspolitischer Sprecher der SPD.

Wie geht es jetzt mit der Bauplanung weiter?

In den nächsten Wochen wird die Deutsche Bahn die Ausschreibung für die Tunnelstrecke von der Donnersberger Brücke bis zum Marienhof einschließlich der neuen Station unter dem Hauptbahnhof europaweit veröffentlichen. Voraussichtlich Anfang 2016 werden die ersten Ergebnisse vorliegen. Danach muss der Freistaat die Ausschreibungsergebnisse noch einmal prüfen, um endgültig über die Realisierung der 2. Stammstrecke entscheiden zu können.

Die zweite Stammstrecke soll den öffentlichen Nahverkehr in der Landeshauptstadt entlasten. Die Gesamtkosten sollen bei mehr als zwei Milliarden Euro liegen. Dennoch ist es für Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das „zweifellos wichtigste Nahverkehrsprojekt in der Bundesrepublik.“ Auch Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) drängt auf einen raschen Bau der zweiten Röhre.

 

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