Zwei Tore, eine Vorlage Moritz Stoppelkamp: "Schwer in Ordnung!"

Moritz Stoppelkamp im Zweikampf mit Berlins Kevin Krutschke. Foto: dapd

Löwe Moritz Stoppelkamp avanciert mit zwei Toren und einer Vorlage zum Matchwinner beim Pokal-Sieg in Berlin

 

Berlin - Diese Gesten sollten zeigen: Ich habe alles im Griff. Zwei Mal posierte Moritz Stoppelkamp am Dienstagabend mit breiter Brust an der Eckfahne, zwei Mal hatte er gerade eben ein Tor erzielt. Und mit diesen beiden Treffern hatte der 25-Jährige seine Löwen fast alleine ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen. Stoppelkamp, der zudem das dritte Löwen-Tor beim Berliner AK für Ismael Blanco gekonnt auflegte, war der Mann des Abends bei 1860. Wer weiß, wie ungemütlich die Pokalreise ohne den Flügelstürmer geworden wäre.

„Ich habe mich über meine Tore gefreut. Aber wichtiger ist mir, dass wir eine souveräne Leistung gebracht haben und verdient gewonnen haben“, sagte Stoppelkamp später – damit überraschte der Sommer-Zugang, denn in den letzten Wochen hatte er bewusst keinen Ton von sich gegebenen. Und zwar aus folgendem Grund. Der Angreifer fühlte sich von Trainer und Reportern ein bisschen zu scharf kritisiert und teilte seinen Ärger darüber sogar per Twitter mit. In seiner Schweigephase aber ließ er Tore in Ingolstadt und gegen Sandhausen folgen. Und nun folgte seine kleine Gala beim Berliner AK. „Die Berliner hatten nur eine Chance gegen uns. Aber die haben sie sich selbst genommen, indem sie so große Töne gespuckt haben“, sagte Stoppelkamp, der dem BAK mit seinem Zeigefinger auf den Lippen beim Torjubel noch einen netten Gruß überbrachte.

„Was Stoppel heute gezeigt hat, das war schwer in Ordnung“, lobte Sportchef Florian Hinterberger, der sich jedoch mindestens genauso über die Vorlage zum 3:0 von Blanco freute. Denn, so Hinterberger: „Ismael hat sich am Anfang schwergetan. Aber das war ja klar, weil er lange nicht viel gespielt hat. Er hat sich dann aber reingekämpft und sich dieses Tor erarbeitet.“ Hinterberger weiter: „Das Tor sollte ihm das Selbstvertrauen geben, das wir ihm alle wünschen.“

 

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