Zum Todestag Marienhof wird zum "Kurt-Eisner-Platz"

"Kurt-Eisner-Platz": So hieß der Marienhof am Mittwoch kurzzeitig. Foto: Wolfram P. Kastner

Zum Jahrestag seiner Ermordung haben Aktivisten den Marienhof kurzzeitig in den "Kurt Eisner"-Platz umgenannt. Mit einem großen Transparent erinnerten sie an den ersten Ministerpräsidenten Bayerns.

Altstadt - Mit einem 35 Meter langen Plakat haben am Mittwoch Unterstützer des Künstlers Wolfram P. Kastner den Marienhof kurzzeitig zum "Kurt-Eisner-Platz" umgetauft.

Anlass war Jahrestag der Ermordung von Bayerns erstem Ministerpäsidenten. Am 21. Februar 1919 wurde Eisner in der Promenadestraße (heute Kardinal-Faulhaber-Straße) vom völkisch-nationalen Studenten Anton Graf von Arco auf Valley erschossen.

Kastner setzt sich seit Jahrzehnten mit seiner Kunst mit politischen und historischen Themen auseinander. "Gerade heute, wo Rechtsextremismus, Nationalismus und Antisemitismus mancherorts gepflegt werden, ist die Erinnerung und Stärkung demokratischer Grundwerte, wie Eisner sie vertrat, besonders wichtig", so der Künstler zur Banner-Aktion.

Kurt Eisner wird in München mit einer Bodenplatte am Ort seiner Ermordung gedacht, zudem gibt es seit 2011 ein Denkmal am Oberanger. Einen zentralen "Kurt-Eisner-Platz" gibt es nicht, er wird seit Jahren unter anderem von der "Kurt-Eisner Kulturstiftung" gefordert.

 

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