Zum 116. Geburtstag Alles Gute, FC Bayern! Aber wer darf feiern?

Die Bayern feiern 116-jähriges Bestehen. Pep Guardiola ist nicht unbedingt in Feierstimmung. Foto: dpa/AZ

Zum Vereinsgeburtstag tritt der FC Bayern in Wolfsburg an. Pep ist nicht in Feierstimmung – dafür darf sich Götze Hoffnung machen, ebenso Alonso und Nachtschwärmer Vidal.

 

München – Happy Birthday! Der FC Bayern wird am Samstag 116 Jahre alt. Da werden die Wolfsburger, die Gastgeber des Geburtstagskicks, ab 15.30 Uhr (Sky und im AZ-Liveticker) doch nicht als Spiel- und Partyverderber auftreten, oder? Denn bisher konnte Bayern sämtliche sieben Pflichtspiele seit dem Bundesliga-Aufstieg 1965 am 27. Februar gewinnen – letztes Jahr erwies der 1. FC Köln beim 1:4 in München den Gastgebern die Ehre.

116 Jahre FC Bayern – und auf dem besten Weg zum 26. Meistertitel. „Wenn wir die nächsten vier Spiele in der Bundesliga gewinnen, ist das eine Vorentscheidung“, sagte Pep Guardiola. Wolfsburg, kommenden Mittwoch gegen Mainz („Sie spielen eine Wahnsinnssaison“), dann am 5. März in Dortmund („Sie spielen mit den besten Fußball in Europa“) und am 12. März gegen Bremen. Nur für Werder hatte der Bayern-Trainer keine lobenden Worte übrig.

Pep Guardiola ist noch immer gefrustet

Der 45-Jährige war generell nicht in Stimmung am Freitag während der Pressekonferenz, schon gar nicht in Feierlaune. Dass die Champions-League-Partie bei Juventus Turin nach 2:0-Führung noch 2:2 ausging, arbeitet immer noch in ihm. Es frustet ihn. Da zeigt seine Mannschaft „eine der besten Leistungen der Saison gegen einen Top-Gegner“, so Guardiola, und gewinnt nicht. Für Perfektionist Pep ein Grauen.

Einsilbig daher seine Antworten, er wickelte den Termin routiniert ab. „Wolfsburg und wir kennen uns sehr gut. Sie haben den gleichen Trainer seit Jahren“, sagte er vor dem vierten Vergleich in dieser Spielzeit. „Es ist eine der wichtigsten Wochen der Saison. Wir wollen die beste Leistung bringen und die brauchen wir auch.“ Nun ja.

Alle Augen, alle Gedanken auf Juventus, auf das Rückspiel am 16. März. Bis dahin sind es die oben erwähnten vier Vorbereitungsspiele. Nur mit welchem Kader? 21 fitte Spieler waren mit in Turin, auf wen verzichtet Guardiola in Wolfsburg? Rafinha fehlt wegen seiner Gelbsperre.

Bayerns zweite Reihe: Wer darf in Wolfsburg mitfeiern?

Die Zeit der Rotation ist gekommen. Wer aus der 2. Reihe darf (mit-)feiern in Wolfsburg? Mario Götze, zuletzt zwei Mal ohne Einsatz im Kader, könnte „vielleicht 90 Minuten spielen“, so Pep. Vielleicht auch nicht. Es wäre sein 150. Bundesliga-Spiel.

Die Rückkehrer Medhi Benatia und Franck Ribéry brennen auf einen weiteren Einsatz, womöglich sogar von Beginn an. Auch Xabi Alonso, zuletzt zwei Mal draußen. Sebastian Rode, in Turin nur auf der Tribüne, darf hoffen: „Wenn einer es verdient, zu spielen, dann er. Es gibt keinen Grund, warum er nicht spielt.“ Höchstens: „Wir haben im Moment viele Spieler. Er weiß das.“

Grippevirus beim Gegner: Fehlen den Wölfen zwölf Spieler?

Bleibt die Frage nach Arturo Vidal, der in der Nacht nach dem Spiel in Turin in seiner ehemaligen Wahlheimat nochmal losgezogen ist und laut „Bild“ erst um 6.30 Uhr ins Hotel zurückkehrte. Auch David Alaba (vor seinem 100. Bundesliga-Sieg) und Franck Ribéry machten einen nächtlichen Ausflug, der wohl vom Verein gestattet war. „Sie sind top professionell“, wehrte Guardiola ab, „sie haben gut trainiert. Vor und nach dem Spiel.“ In Feierlaune schien zumindest Pep nicht.

Selbst die Aussicht auf die Haftentlassung von Ex-Präsident Uli Hoeneß am Montag konnte Guardiolas Miene nicht wirklich erhellen. „Natürlich sind wir alle sehr zufrieden, dass er frei kommt. Uli Hoeneß ist sehr wichtig für den gesamten Verein“, sagte er. Man habe oft miteinander gesprochen. Er schätze den Rat von Hoeneß und hoffe, dass es umgekehrt auch so sei. Einer wie Pep geht schwer davon aus.

 

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