Zuhause in 4500 Metern Höhe Affenart in China hat besondere Gene

Die Affe-Spezies der Schwarzen Stumpfnasen lebt in einer eigentlich feindlichen Umgebung - ihre Gene machen es möglich. Foto: dpa

Den putzig aussehenden Schwarzen Stumpfnasen macht Höhe nichts aus. Sie leben in Gebirgswäldern. Wie schaffen die Primaten das?

Peking - Eine vom Aussterben bedrohte Affenart in Südchina lebt in bis zu 4500 Metern Höhe - nun wissen Forscher auch warum. Wissenschaftler haben bei der Spezies der Schwarzen Stumpfnase mehrere Gene identifiziert, die es dem Tier erlauben, in größeren Höhenlagen als alle anderen nichtmenschlichen Primaten zu leben. Dies berichteten die Forscher um Ming Li von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften im Fachjournal "Molecular Biology and Evolution".

Demnach gibt es nur rund 2000 Schwarze Stumpfnasen (Rhinopithecus bieti), die in der Wildnis leben. Sie sind in den Wäldern zwischen den Flüssen Mekong und Jangtse im Hochland von Tibet zu finden. Trotz harter Bedingungen wie Unterkühlung, Hypoxie (Mangelversorgung mit Sauerstoff) und dem geringen Nahrungsangebot bei eisigen Temperaturen leben die Tiere zwischen 3400 und 4500 Metern über dem Meeresspiegel.

Die Spezies ist eine von fünf, die zu der Gattung der Stumpfnasenaffen gehören. Typisches Merkmal dieser Tiere sind Stupsnasen, deren Nasenlöcher nach oben zeigen. Die chinesischen Forscher konnten bei den insgesamt vier untersuchten Stumpfnasenaffen-Arten auch eine auffällig geringe genetische Vielfalt zeigen - wahrscheinlich eine Folge der kleinen Populationen.

 

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