Zschäpe-Aussage verzögert sich NSU-Prozess: Wohlleben stellt Befangenheitsantrag gegen Richter Götzl

Der mutmaßliche NSU-Terrorhelfer Ralf Wohlleben stellte am Donnerstag einen Befangenheitsantrag gegen Richter Götzl. Foto: dpa

Im Münchner NSU-Prozess hat der mutmaßliche Terrorhelfer Ralf Wohlleben am Donnerstag einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter Manfred Götzl gestellt. Ob die geplante Aussage von Beate Zschäpe am Donnerstag noch stattfinden kann, war zunächst noch offen.

 

München -  Götzl habe sowohl am Donnerstag als auch am Mittwoch seine Verteidiger und die der Hauptangeklagten Beate Zschäpe mehrfach in scharfem Tonfall abgekanzelt. Damit zeige er, dass er nicht mehr unvoreingenommen sei und den Angeklagten ihr rechtliches Gehör versage.

Götzl hatte am Vormittag Wohllebens Verteidiger Wolfram Nahrath mehrfach unterbrochen und am Reden gehindert. Am Mittwoch war Götzl mit Zschäpes Verteidiger Wolfgang Stahl aneinandergeraten.

Ursprünglich war für Donnerstag eine weitere Aussage Zschäpes geplant. Ob die noch stattfinden kann, war zunächst offen. Die Verhandlung wurde mehrmals unterbrochen.

Zschäpe ist die einzige Überlebende des NSU-Trios und muss sich als mutmaßliche Mittäterin für die Serie von zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen verantworten.

 

0 Kommentare