Zoff um Pkw-Maut Merkel will keine Pkw-Maut – Seehofer bleibt Stur

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bei seiner Rede auf dem Gillamoos-Volksfest in Abensberg. Foto: dpa

Beim TV-Duell hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sich klar positioniert: Mit ihr werde es keine Pkw-Maut in Deutschland geben. Horst Seehofer (CSU) bleibt jedoch auch am Tag darauf bei bei seiner Forderung.

Abensberg – CSU-Chef Horst Seehofer bleibt trotz des klaren Neins von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei seiner Forderung nach einer Pkw-Maut für Ausländer. Wenn der Bund keine Schulden machen und keine Steuern erhöhen wolle, dann könne man die bundesweiten Probleme bei der Verkehrsinfrastruktur nur über eine solche Abgabe lösen, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag beim Gillamoos-Volksfest in Abensberg. Konkret schlug er vor, dass Ausländer eine Pkw-Maut zahlen müssen, dass für deutsche Autofahrer die Maut aber mit der Kfz-Steuer abgegolten ist. Das wäre das „einfachste Modell“.

Merkel hatte am Sonntagabend beim TV-Duell mit dem SPD-Herausforderer Peer Steinbrück gesagt: „Mit mir wird es keine Pkw-Maut geben.“ Seehofer hatte dagegen vor einigen Wochen erklärt: „Ich unterschreibe als CSU-Vorsitzender nach der Bundestagswahl keinen Koalitionsvertrag, in dem die Einführung der Pkw-Maut für ausländische Autofahrer nicht drin steht.“

Am Montag sagte Seehofer über sein Zusammenspiel mit Merkel: „Wir arbeiten sehr gut zusammen, und so wird's bei der Maut auch laufen, seien Sie unbesorgt.“

 

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