Zoff in der Vereinsführung Steiner fliegt zu Ismaik

Otto Steiner rät den Löwen zur Zustimmung von Ismaiks Kompromissvorschlag Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Otto Steiner wird bald, wie angekündigt, 1860-Investor Hasan Ismaik in Abu Dhabi besuchen. Schhneider überlegt noch. 

 

München - 1860-Aufsichtsratschef Otto Steiner ist der Lieblingsfunktionär von Investor Hasan Ismaik. Ihn und KGaA-Aufsichtsrat Siegfried Schneider hatte Ismaik im AZ-Interview vor zwei Wochen als einzige ausdrücklich ausgenommen aus seinem Rundumschlag gegen die Löwen-Führung. Und da Ismaik sich von der Mitgliederversammlung der Löwen, die im April oder Mai über die Bühne gehen soll, eine Abwahl von Präsident Dieter Schneider wünscht, scheint Steiner der logische Wunschkandidat des Jordaniers.

Nun fliegt Steiner erstmal als Leiter einer kleinen 1860-Delegation für ein paar Tage zu Ismaik nach Abu Dhabi, um an einem Workshop mit dem Investor teilzunehmen. Ob er dort auch über die Präsidentenfrage reden wird mit Ismaik? Vor dem Spiel der Löwen gegen Lautern sagte Steiner bei "Sport 1" auf die Frage, ob er nach dem Treffen Präsiden werden müsste: "Ich muss gar nichts. Ich bin Aufsichtsratschef, momentan laufen sehr viele Gespräche Insoweit kann seine Meinung äußern aber das entscheidende Gremien Das Gremium führt grade sehr viele Gespräche und diesen Gesprächen ich nicht vorgreifen durch irgendwelche Äußerungen". Das klang weder nach einem Dementi noch danach, dass Steiner kein Interesse am Amt hätte.

Zu den Querelen in der Winterpause um Sven-Göran Eriksson, Ismaik und Schneider meinte der TV-Produzent außerdem: "Wahrgenommen werden wir  auf alle Fälle. Aber nicht als der ruhigste Klub von allen. Aber das müssen wir ja gar nicht. Das hat St. Pauli ja kultiviert."

Bei "Sky" sagte Präsident Dieter Schneider in der Halbzeit: "Es ist richtig, dass eine Einladung ausgesprochen wurde. Wir werden möglicherweise, wenn sich die Gelegenheit ergibt und die Sachthemen es nötig machen, diese wahrnehmen. In welcher Zusammenstellung auch immer." Ob er selbst mitfliegen werde, wollte er nicht bestätigen.
 

 

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