"Zerstört den Charakter" Friedensgipfel: Weiter Zoff um potenzielles Gasteig-Areal

Auf diesem Gelände soll der Gasteig angesiedelt werden. Foto: RBR

Zwischen Stadt und Nutzern des potenziellen Gasteig-Areals in Sendling ist weiter kein Kompromiss in Sicht.

 

Sendling - Der Friedensgipfel fand statt. Wie friedlich er war, da gehen die Meinungen auseinander.

Wie berichtet, hatte Bürgermeister Josef Schmid (CSU) sich mit den Nutzern des Stadtwerke-Areals am Heizkraftwerk treffen wollen, die, sollte der Gasteig hier während der Bauzeit unterkommen, wohl weichen müssen.

Diese Woche nun kam es zum Treffen. Ohne konkretes Ergebnis. Das Treffen habe aber in "sehr freundlicher Atmosphäre" stattgefunden, betonte ein Sprecher Schmids gestern. Schmid habe sich gefreut, dass das Gespräch wie gewünscht schnell stattgefunden habe. Die Seiten hätten ihre Argumente ausgetauscht. In einer Mitteilung des Fotografen Mirco Taliercio, der auf dem Areal arbeitet, klingt das deutlich ernüchterter. Das Treffen sei ohne Ergebnis geblieben. Die Nutzer hätten ihre Positionen nun schriftlich fixiert.

Die "Entmietung" durch die Stadtwerke gehe "ohne Zweifel auf die Suche des Gasteig nach einem Interimsstandort zurück", heißt es in der Erklärung. Angesichts der Raumsituation in München sei der Standort für die "bei weitem größte Anzahl der Nutzer alternativlos". Taliercio betont, dass es "unstrittig" sei, dass "alternative Standort" für den Gasteig "von Riem bis zum sogenannten Pfanni-Gelände" denkbar seien. Ohne "substanziellen Schaden" für die Nutzer auf dem Stadtwerke-Gelände sei "nur eine sehr eingeschränkte Nutzung des Geländes durch den Gasteig denkbar".

Eine umfangreiche Nutzung des Geländes durch den Gasteig aber würde "zwangsläufig den originären Charakter des Kreativstandorts zerstören". Ob freundliche Atmosphäre oder nicht – von einer einvernehmlichen Lösung ist man offenbar auf jeden Fall noch ein ganzes Stück entfernt.

 

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