Zehntausende Euro erbeutet Stockdorf: Zwei Betrügerinnen festgenommen

Die Betrügerinnen drehten der Rentnerin Teppiche für 20500 Euro an. Foto: picture alliance/dpa

Die zwei mutmaßlichen Betrügerinnen drehten einer 88-jährigen Rentnerin für mehrere Zehntausend Euro Teppiche an. Weil die Rentnerin stutzig wurde, wandte sie sich an die Polizei. Die zwei Tatverdächtigen konnten festgenommen werden.

 

Gauting - Bereits im Juni diesen Jahres wurde eine 88-jährige Rentnerin aus Stockdorf von einer zunächst unbekannten Frau angesprochen. Die Unbekannte bot der Seniorin günstige Teppiche an. Tatsächlich erwarb die 88-Jährige eine Brücke für 1.500 Euro.

Einen Monat später rief die Unbekannte erneut bei der Stockdorferin an und bot ihr wiederum einen Teppich zum Kauf an. Dieses Mal erwarb die gutgläubige Rentnerin ein Stück für 8.000 Euro. Anfang September erschien dann die Frau ohne Vorankündigung bei der Rentnerin und erzählte ihr unter Tränen eine mitleiderregende Geschichte.

Ihr Sohn läge in Israel im Lazarett und benötige aufgrund eines Bauchschusses eine neue Niere. Auch für eine Überführung des Sohnes nach Großhadern benötige sie dringend eine größere Geldsumme. Die Seniorin glaubte die Geschichte und hob 6.000 Euro bei ihrer Bank ab. Das Geld wurde der unbekannten Frau übergeben, die natürlich versprach, das Geld wieder zurückzuzahlen.

Wie die Polizei mitteilte sprach die Frau am 05.11.2013 erneut  bei der 88- Jährigen vor. Dieses Mal war sie in Begleitung ihrer angeblichen Nichte. Wieder wurde der Stockdorferin ein Teppich angeboten. Die vertrauensselige Rentnerin ließ sich dazu überreden, diesen Teppich für 11.000 Euro zu erwerben.

Da sie jedoch nicht genügend Bargeld zu Hause hatte, bat sie einen Bekannten, sie zu ihrer Bank zu fahren. Im Gespräch mit dem Bekannten kamen der Seniorin nun Zweifel und sie hegte den Verdacht, auf Betrügereien hereingefallen zu sein.

Deshalb wurde die Polizei verständigt. Beim vereinbarten Geldübergabetermin wurde eine 66- und eine 24-jährige Frau als Tatverdächtige festgenommen. Da beide über einen festen Wohnsitz verfügen, wurden sie nach Durchführung polizeilicher Maßnahmen und Rücksprache mit dem Jourstaatsanwalt wieder entlassen.

 

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