Zehn Episoden in fünf Tagen "Die Musketiere": Das kann die neue Abenteuerserie

Die Musketiere (von links nach rechts): Aramis (Santiago Cabrera), D'Artagnan (Luke Pasqualino), Athos (Tom Burke) und Porthos (Howard Charles) Foto: ARD Degeto/BBC

Beschützer des Königs, Kämpfer für die gute Sache und die treuesten Freunde, die man sich nur wünschen kann: Die neue britische BBC-Serie "Die Musketiere" lässt Alexandre Dumas' Romanhelden neue Abenteuer bestreiten. Das Erste zeigt alle zehn Episoden zwischen 21. und 26. Dezember.

 

Die ARD hat mal wieder einen Einkaufsbummel bei der BBC unternommen. Schon im Fall der großartigen Detektiv-Serie "Sherlock" hat man mit einer Produktion der englischen Kollegen sehr gute Erfahrungen gemacht. "Die Musketiere" lässt nun Alexandre Dumas' legendäre Romanhelden D'Artagnan (Luke Pasqualino), Athos (Tom Burke), Porthos (Howard Charles) und Aramis (Santiago Cabrera) neu aufleben. Die zehn Episoden der ersten Staffel zeigt das Erste ab 21. Dezember täglich (bis auf Heiligabend) in Doppelfolgen. Los geht's am Sonntag um 21.45 Uhr nach dem "Tatort".

Paris im Jahr 1630: Der junge D'Artagnan und sein Vater werden in einem Landgasthof von einer Bande Maskierter überfallen, die sich als Musketiere ausgeben. Zwar kann D'Artagnan die Angreifer in die Flucht schlagen, doch sein Vater wird getötet - von einem Banditen, der sich selbst Athos nannte. In Wahrheit aber stecken hinter dem Mord die Männer des intriganten Kardinals Richelieu (Peter Capaldi), der den König (Ryan Gage) gegen die Musketiere aufhetzen will. Die Intrige scheint zu funktionieren: Athos soll für seine vermeintliche Tat hingerichtet werden. Seinen Freunden Aramis und Porthos bleibt nicht viel Zeit: Mit schlagkräftiger Unterstützung von D'Artagnan versuchen sie, den wahren Mörder zu finden.

Inhaltlich hält die optisch aufwendig produzierte Serie kaum Überraschungen abseits der hinlänglich bekannten Literaturvorlage bereit. Auch reicht "Die Musketiere" nicht an die erzählerische Komplexität und Genialität von "Sherlock" heran. Diverse Handlungsstränge können gerade zu Beginn etwas verwirren. Innovation sucht man hier also vergebens, trotzdem bietet der Stoff solide TV-Unterhaltung. Das liegt vor allem an den hervorragenden Schauspielern und daran, dass die Musketiere selbst nicht als strahlende Superhelden inszeniert werden, sondern eher als Gauner mit dem Herz am rechten Fleck: Athos ist ein Suffkopf, Porthos ein Falschspieler und Aramis ein Frauenheld. "Was ist mit dem Ehrenkodex?", heißt es an eine Stelle. "Keine Zeit!"

Auf BBC One gab die Serie bereits im Januar ihren Einstand. 9,28 Millionen Briten sorgten für einen mehr als gelungenen Auftakt. Eine zweite Staffel ist bereits produziert, sie startet im Januar 2015 in Großbritannien. Dann allerdings ohne Peter Capaldi, der inzwischen seine Premiere als neuer "Doctor Who" gegeben hat.

 

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