"Zartes Pflänzchen" der Annäherung Söder will Beziehungen zu Tschechien weiter verbessern

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht beim Sudetendeutschen Tag. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Zwischen Bayern und Tschechien war auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wegen der Sudetendeutschen lange Eiszeit. Nun wächst ein "zartes Pflänzchen" der Annäherung. Wird des bald sogar einen Sudetendeutschen Tag in Tschechien geben?

Augsburg - Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Beziehungen zwischen Bayern und Tschechien weiter verbessern. Beim Sudetendeutschen Tag in Augsburg sagte Söder am Sonntag, dass der Kontakt zwischen Deutschland und dem Freistaat einerseits und Tschechien andererseits zwar gut sei, aber noch besser werden könne.

Die Beziehungen zwischen München und Prag waren sehr lange wegen der Vertreibung und Enteignung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg belastet. Erst in den vergangenen Jahren kam es zu einer spürbaren Annäherung der Nachbarn. "Unsere Aufgabe muss jetzt sein, dieses zarte Pflänzchen weiter wachsen zu lassen, im gegenseitigen Verständnis", sagte Söder.

Söder kam erstmals als offizieller Schirmherr der Vertriebenengruppe zu einem Sudetendeutschen Tag. Der Freistaat hatte nach dem Zweiten Weltkrieg die Schirmherrschaft für die nach dem Krieg aus der Tschechoslowakei vertriebene Volksgruppe übernommen - dadurch gelten die Sudetendeutschen heute als vierter Stamm Bayerns neben den Altbayern, Franken und Schwaben.

Der Sprecher der Sudetendeutschen, der CSU-Politiker Bernd Posselt, hatte beim Auftakt am Samstag erklärt, dass die Sudetendeutschen ihr jährliches Pfingsttreffen gerne einmal in Tschechien veranstalten würden. Im kommenden Jahr soll der dann 70. Sudetentag aber in Regensburg stattfinden.

 

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