Youngster beim FC Bayern Profidebüt in Leipzig: Das ist Kwasi Okyere Wriedt

Bayern-Newcomer Kwasi Okyere Wriedt (links) und der Leipziger Dayot Upamecano. Foto: imago/Ulmer

Er kam im Sommer für 450.000 Euro vom VfL Osnabrück zum FC Bayern II, erzielte in der Regionalliga bislang neun Treffer, wurde von Trainer Jupp Heynckes vorerst zu den Profis befördert und kam in Leipzig zu seinem Debüt: Wer ist dieser Kwasi Okyere Wriedt?

 

München - Diesen Moment in seiner noch jungen Karriere wird der 23-Jährige sicher sein Leben lang nicht vergessen.

Am Mittwochabend ging für Kwasi Okyere Wriedt in der Red-Bull-Arena in Leipzig ein Traum in Erfüllung: In der 101. Minute des hochdramatischen Pokal-Krachers bei RB Leipzig bereitet das Trainerteam des FC Bayern "Otschi" auf seine Einwechslung vor. "Gib Gas und sei torgefährlich", gaben Jupp Heynckes und Peter Hermann dem Stürmer der Bayern-Amateure laut Vereins-Homepage mit auf den Weg.

Wriedt ersetzt Torschütze Thiago, feiert sein Profidebüt im Trikot des deutschen Rekordmeisters. "Als ich zur Bank gerufen wurde, konnte ich erstmal gar nicht so richtig realisieren, dass ich gleich mit solch großen Spielern auf dem Platz stehen werde“, schildert Wriedt die Augenblicke vor seiner Einwechslung. "Es war ein unbeschreibliches Gefühl, bei solch einer Partie ein paar Minuten zu bekommen. Ich freue mich, dass ich einen Beitrag zum Weiterkommen der Mannschaft leisten konnte."

Die Chancen, dass er das - in Maßen - auch weiterhin tun kann, stehen gar nicht so schlecht, denn es mangelt gerade an personellen Alternativen im Münchner Sturm. Franck Ribéry und Thomas Müller fehlen verletzt, Kingsley Coman kehrte humpelnd aus Leipzig zurück, James Rodríguez plagen Rückenprobleme. 

"Für mich ist jedes Training etwas Besonderes, ich weiß jede Einheit zu schätzen. Wenn ich mit Einsätzen belohnt werde, freue ich mich", sagt Wriedt, der von Jupp Heynckes zu den Profis beordert wurde, um gegebenenfalls eine Option im Falle eines Fehlens von Robert Lewandowski zu haben.

Kwasi Okyere Wriedt: Fast hätte er ein Tor gemacht

So weit, dass er den polnischen Nationalstürmer zu 100 Prozent ersetzen kann, ist Wriedt noch lange nicht. Beinahe aber hätte der 1,88 Meter große Ghanaer die packende Partie vorzeitig entschieden, doch sein Kopfball in der 104. Minute landete an der Querlatte.

Wriedt blickt auf ereignisreiche Tage zurück. Nach seiner erstmaligen Nominierung in den Profikader für die Partie gegen den SC Freiburg hatte er am vergangenen Wochenende auch die Reise zum Bundesligaspiel in Hamburg angetreten. "Die letzten Wochen liefen für mich einfach überragend, wenn man bedenkt, dass ich am Wochenende beim Spiel in meiner Heimatstadt dabei sein konnte und wir dann mit den Amateuren auch noch das so wichtige Derby gewinnen konnten", wird Wriedt aufder Bayern-Homepage zitiert.

Wriedt schenkte das Trikot seiner Mutter

"Das Profidebüt gegen Leipzig war das absolute Sahnehäubchen", freut sich der Mittelstürmer. Und dem Kicker verriet er: "Wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, dass ich mal für Bayern München spiele, hätte ich ihn für verrückt erklärt." Das Trikot vom Pokal-Auftritt schenkt er seiner Mutter, der wichtigsten Person in seinem Leben.

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