Yegenoglu, Eicher, Niedermeier und Co. Der blaue Basar: Löwen-Transfers im Überblick

Interessanter Verteidiger: Matt Miazga (o.) von Chelsea. Foto: dpa

Sertan Yegenoglu verlässt die Löwen – kommt auch noch ein weiterer Spieler? Die Transfer-Baustellen der Löwen im Überblick.

 

München - Die Manager bekommen ihre Handys kaum vom Ohr. Sie rufen an oder werden angerufen, von Spielerberatern, anderen Managern, pausenlos. Agenten wollen ihre Klienten noch gewinnbringend an Klubs bringen, umgekehrt spekulieren die Sportchefs auf günstige Last-Minute-Transfers oder -Leihen. Auch Thomas Eichin, dem Geschäftsführer des TSV 1860, wird nachgesagt, dass er bis zum Schluss mitpokert, um für seinen Arbeitgeber das Beste herauszuschlagen.

An diesem Mittwoch, Punkt 18 Uhr, schließt das Transferfenster. In den letzten Stunden heißt es, werde wie auf einem Basar mit Hunderttausenden Euros gefeilscht. Auch die Löwen könnten noch Spieler aus ihrem 30-Mann-Kader abgeben, nachdem am Dienstag der Abgang von Verteidiger Sertan Yegenoglu mitgeteilt wurde. Umgekehrt könnten die Sechzger auf einer Position nachlegen. Die AZ erklärt, um welche es geht und wer außer Yegenoglu den TSV 1860 bis Mittwochabend noch verlassen könnte.

Abgang

"Wir haben mit Sertan bereits vor einigen Wochen ein offenes Gespräch geführt und ihm einen Wechsel nahegelegt“, wird Löwen-Chef Eichin in der Pressemitteilung zitiert. Yegenoglu wechselt zu Drittligist Wehen Wiesbaden, jenem Klub, der von Ex-Löwen-Coach Torsten Fröhling trainiert wird. Der 21-jährige Abwehrspieler war 2015 vom FC Hennef 05 nach Giesing gekommen, spielte seither 13 Mal in der 2. Liga und zweimal im DFB-Pokal – konnte sich aber nie nachhaltig empfehlen.

Mögliche weitere Abgänge

Nachdem sich Chefcoach Kosta Runjaic wohl auf Stefan Ortega als Nummer zwei hinter Torwart Jan Zimmermann festgelegt hat, ist die Perspektive für den Erdinger Vitus Eicher überschaubar. In sechs Jahren bei den Profis konnte sich der 25-Jährige nie als Stammtorhüter durchsetzen, sein Vertrag endet nächsten Sommer, nur noch jetzt könnten die Löwen eine Ablöse kassieren.

Dasselbe gilt für Innenverteidiger Rodnei. Der Brasilianer, der vergangenen Sommer mit der Empfehlung von 57 Bundesliga-Spielen kam, wurde bei den Sechzgern nie glücklich. Doch Rodnei, ein Linksfuß, lief wegen einer hartnäckigen Leistenverletzung nur fünfmal in der 2. Liga auf. In den drei bisherigen Saisonspielen stand er nicht im Kader. Ein Indiz für einen Abgang?

Mögliche Zugänge

Bekannt ist, dass Runjaic die mögliche Verpflichtung eines Innenverteidigers anregte. Unbekannt ist, ob es auf den letzten Drücker zu dieser Verpflichtung kommt. Bislang hat das Duo Jan Mauersberger und Milos Degenek seine Aufgabe solide erfüllt, aber besonders gegen Greuther Fürth fiel auf: Gegen konterstarke Gegner bekommt die Abwehrmitte Probleme. Zudem würde Runjaic ein ballsicherer Rechtsfuß ins Konzept passen.

Spieler mit diesem Profil sind aber selten. Georg Niedermeier galt als Kandidat, doch wie der „Kicker“ berichtet, ist sich der Münchner mit Bundesligaaufsteiger SC Freiburg einig. Auch der Name Philippe Senderos fiel, langjähriger Innenverteidiger des FC Arsenal. Doch: Der 31-jährige Schweizer absolvierte mehrere Probetrainings bei den Glasgow Rangers, nur noch der Medizincheck fehle, heißt es aus Schottland.

Auch der Name Matt Miazga wurde kolportiert, 21, ein US-Amerikaner vom FC Chelsea. Ein Transfer oder eine Leihe gelten aber als unwahrscheinlich, da auch andere, höherklassige Vereine Interesse an ihm haben sollen. Zaubert Eichin jetzt Mister X hervor?

 

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