X Games Erst NiX-Games, dann "beste Werbung"

BMX-Stars beim Park Final mit Waghalsigen Sprüngen im umgebauten Eisstadion. Die erwartete Zuschauermenge blieb leider bei den X-Games wegen des Wetters oft aus. Foto: sampics

Spektakuläre Wettkämpfe, Spaß und Party bei Athleten und Zuschauern: Rund 100 000 Besucher waren an den vier Tagen im Olympiapark bei den X-Games. München hat die Premiere bestanden.

 

München - Als wäre nie was gewesen, beleuchtete die Sonne am Sonntagmittag brav und ausdauernd das Geschehen im Olympiapark. Mountainbiker stürzten sich auf dem Slopestyle-Parcours vom Olympiaberg Richtung See (Finale bei Redaktionsschluss noch nicht beendet), schlugen nach misslungenen Tricks hart auf und schienen dennoch Spaß zu haben. Den hatten die Fans sowieso.

Schlimmer als am Samstag, als bis auf Rallycross (Sieger: Liam Doran; zweiter: Ken Block) alle Outdoor-Veranstaltungen wegen Regens abgesagt werden mussten und die X-Games zu NiX-Games wurden, konnte es ja nicht werden. Ralph Huber, Geschäftsführer des Olympiaparks, zog vor den letzten X-Games-Wettkämpfen ein positives Fazit: „Wir haben in den letzten Tagen super Sport erlebt und sind mit dem Verlauf sehr zufrieden. Die Planungen der letzten zwei Jahre sind aufgegangen. Die Zusammenarbeit mit den Amerikanern lief sehr gut. Zum Glück sind wir auch von schweren Verletzungen verschont geblieben.“

Das war vor den Sonntags-Veranstaltungen. Der Sturz eines BMX-Fahrers beim Big-Air-Finale am Freitag ging mit einer Gehirnerschütterung und einer Nacht im Krankenhaus noch recht glimpflich aus. Doch so wie sich die Mountainbiker in den spektakulären Downhill-Kurs warfen, konnte einem bange werden. Nach dem Sieg von Chris Cole im Street League Skateboarding in der Eissporthalle folgten am späten Nachmittag und Abend noch das Big-Air-Finale der Skateboarder, der wilde Rallycross in Fröttmaning sowie die Enduro-Rennen im Olympiastadion.

Das Spektakel der Freestyle-Motocrosser musste als einziger Wettbewerb komplett abgesagt werden: Zu feucht war der Untergrund. „Wir hätten über Nacht 12000 Kubikmeter Dirt austauschen müssen“, sagte Frank Seipp, der Organisations-Chef. Kartenbesitzern, die von den Verschiebungen im Zeitplan betroffen sind, empfahl Huber, sich zwecks der fälligen Rückerstattungen schriftlich an den Anbieter „München Ticket“ zu wenden.

Vor den abschließenden Wettkämpfen am Sonntag waren 60000 Tickets verkauft worden – auf 70000 hatte man vorab gehofft. Mit den Besuchern des so genannten X-Festes rund um den Coubertin-Platz dürfte die angepeilte Zahl von 100000 Besuchern an den vier Tagen knapp erreicht worden sein. Ralph Huber fasst zusammen: „München kann stolz darauf sein, dass wir die X-Games für die Stadt gewinnen konnten. Das ist beste Werbung für die Stadt. Wir haben uns toll präsentiert.“

 

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