"Woman Of The World"-Tour Amy Macdonald brilliert im ausverkauften Circus Krone

Die Schottin Amy Macdonald erntete im ausverkauften Circus Krone minutenlange Standing Ovations. Foto: Jens Niering

Amy Macdonald mit Best-of-Programm und neuem Look im vollen Circus Krone.

München - Es ist nie zu spät, was dazuzulernen. Auch für die schottische Singer-Songwriterin Amy Macdonald nicht. "Ich dachte immer, Circus Krone sei nur ein Name, kein richtiger Zirkus. Bis ich heute backstage die vielen Gerüche von den Tieren wahrgenommen habe, Gerüche bis hin zum Tier-Pipi". Gut, dass sie etwas erkältet war, da drangen all die Düfte nicht so hundertprozentig durch. Aber wie auch immer: Das Konzert von Amy Macdonald und ihrer Band vor ausverkauftem Haus war ein voller Erfolg. Standing Ovations ohne Ende.

Amy Macdonald weiß im Circus Krone voll zu überzeugen

Die Kleine mit der großen Stimme überrascht schon auf den ersten Blick. Denn sie präsentiert sich jetzt mit weißblonder Prinz-Eisenherz-Frisur. Dazu ein goldenes Glitzerjäckchen. Ihre Mitmusiker verzichten auf fast jede Technik, sogar auf ein Schlagzeug: Geige, Cello, Piano, Kontrabass, Gitarre – alles akustisch. Was die glasklare Gesangsstimme des Stars noch besser in Szene setzt.

Als Opener der Motto-Song der Tour "Woman Of The World", ziemlich uptempo, dann in bewährter Manier Klassiker wie "Don’t Tell Me That It’s Over", "Down By The Water", "Mr. Rock’n’Roll" und natürlich gegen Schluss ihr Welthit "This Is The Life". Ein Best Of-Programm, genau wie das neue Album.

Amys schottischer Akzent ist eine Herausforderung

Die Fans haben also allen Grund zur Freude, begrüßen jeden Titel frenetisch, klatschen rhythmisch mit oder stehen auf und tanzen. Was die Sängerin natürlich riesig freut – so sehr, dass sie eine Story nach der anderen erzählt. Zum Beispiel, wie sich Klein-Amy mit gefälschtem Ausweis Eintritt in eine Musikbar verschaffte und sich gehörig einen hinter die Binde goss. Oder wie sie im Familienkreis kundtat, dass sie lieber nicht zur Uni will sondern auf die große Bühne. Man muss schon die Ohren spitzen, um alles mitzukriegen, denn ihr schottischer Akzent ist eine Herausforderung. Genau wie das Thema Brexit: "Ich darf daran erinnern, dass Schottland gegen den Ausstieg aus der EU war und ist. Aber ist es nicht irgendwie verrückt, hier in einem Zirkus zu stehen und über den Brexit zu reden? Ein Zirkus ist nämlich genau der richtige Ort für dieses Theater. Hoffen wir, dass irgendjemand kommt und den Blödsinn stoppt und alles unter den Teppich kehrt, so als wäre nichts gewesen!"

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