Wolfsburger Transfertheater Julian Draxler: Wechsel nach Paris bahnt sich an

Ihre Wege trennen sich: Wolfsburgs Trainer Valerien Ismael (links) und Nationalspieler Julian Draxler. Foto: firo/Augenklick

Der eine geht, der andere bleibt (voraussichtlich): Wolfsburgs wechselwilliger Nationalspieler Julian Draxler wird mit Paris St. Germain in Verbindung gebracht, Trainer Valerien Ismael soll beim VfL weitermachen.

Wolfsburg/Paris - Nationalspieler Julian Draxler steht übereinstimmenden französischen Medienberichten zufolge vor einem Wechsel vom VfL Wolfsburg zu Paris St. Germain.

Die Rede ist von einem Vertrag bis 2021, den der Mittelfeldprofi erhalten soll. Das berichtet unter anderem die Sportzeitung "L'Equipe".

Allerdings seien sich die beiden Vereine noch nicht über die Ablösesumme einig geworden. Wolfsburg fordert demnach 40 Millionen Euro, Paris wolle aber nur 30 Millionen Euro zahlen. Draxler hatte bereits im Sommer seine Wechselabsicht bekundet und diese vor kurzem erneuert.

Das unrühmliche Wechseltheater um den 23-Jährigen steht nach monatelangem Hin und Her also vor dem Abschluss. Auch der FC Arsenal und Italiens Rekordmeister Juventus Turin sollen weiter Interesse haben.

Die beiden Klubs hatten schon im Sommer, wie auch Paris, ihre Fühler nach Draxler ausgestreckt. Geht es jedoch nach Nationalmannschafts-Kollege Gomez, soll nach seinen zuletzt kritischen Tönen nun doch keiner das Wolfsrudel verlassen.

"Wenn wir so spielen wie heute, können gerne alle bleiben", sagte der 31-Jährige nach dem 2:1 in Mönchengladbach. Um perfekte Bedingungen für die Rückrunde zu schaffen, änderte der VfL sogar seine Winterplanungen. Statt zum Florida Cup geht es nun nach La Manga - und das nach den jüngsten Aufsichtsrat-Bekundungen mit Trainer Valerien Ismael.

"Es ist vorbei, wenn es vorbei ist"

Den Deutsch-Franzosen nerven die Diskussionen um seine Zukunft als Trainer des VfL Wolfsburg kolossal. "Noch einmal: Es ist vorbei, wenn es vorbei ist, nicht wenn die Journalisten es sagen", sagte der 41-Jährige am Dienstaggabend schmallippig.

Auskunftsfreudiger war dagegen der Aufsichtsrat, der Ismael für den zweiten Sieg in Serie mit einer Jobgarantie für die kommenden Wochen belohnte. "Uns geht es darum, deutlich zu machen, dass Valerien Ismael unser Trainer ist", sagte Aufsichtsratsmitglied Hans-Gerd Bode bei Sky.

Von den Gesprächen mit David Wagner wollte er nichts wissen: "Eine Absage kann man natürlich nur dann geben, wenn es vorher konkrete Absprachen gegeben haben sollte. Die hat es aber in unserem Fall definitiv nicht gegeben."

Wagner hatte zuvor in einem BBC-Interview eingeräumt, mit den Norddeutschen bereits Verhandlungen geführt, das Angebot der Niedersachsen aber ausgeschlagen zu haben. Der frühere Trainer des BVB II bleibt Teammanager beim englischen Zweitligisten Huddersfield Town.

 

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