Wohnungen für Staatsbedienstete Markus Söder plant "Beamten-City" am Oberwiesenfeld

Markus Söder sprach vor dem traditionellen Fischessen am Freitagabend über seine Baupläne in Schwabing. Foto: dpa

Hunderte Wohnungen verspricht der designierte Ministerpräsident Markus Söder – und will weitere Standorte suchen.

Schwabing - Am Freitagabend hatte Markus Söder mal wieder ein Heimspiel. Und das in München - für einen Franken in der Proporz-verliebten CSU wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Aber Söder sprach beim traditionellen Schwabinger Fischessen seiner Münchner Parteifreunde im Hofbräuhaus. Die sehen Söder schon lange als ihren Freund - und wurden, wieder einmal, umschmeichelt. "Deutschland ist nur so erfolgreich, weil es Städte wie München gibt", rief er - und lobte ausgiebig Bürgermeister Josef Schmid, der für den Landtag kandidiert.

Söder scheint verstanden zu haben, dass er seinen Münchnern für ihre Wahlkämpfe mehr bieten muss als die Ministerpräsidenten der Vergangenheit. Das gilt besonders für das Thema Wohnungsbau. Aus dem hat sich der Freistaat über die Jahrzehnte fast ganz zurückgezogen. Am Freitag, noch vor dem Fischessen, verspricht Söder einen weiteren Standort für seine Wohnbauoffensive: am Oberwiesenfeld.

Wie berichtet, hat Söder kürzlich den Bau vieler Wohnungen angekündigt (und damit den Spott von OB Dieter Reiter auf sich gezogen, der erklärte, in München allein entstünden heute mehr Wohnungen als Söder für ganz Bayern plane). Bisher war konkret vom Standort McGraw-Kaserne in Giesing die Rede.

Wohnungen vor allem für Staatsbedienstete

Nun also auch das Oberwiesenfeld. An der Schwere-Reiter-Straße/Emma-Ihrer-Straße hätten bereits die ersten vorbereitenden Untersuchungen im Vorfeld der Bebauung begonnen, teilte Söder am Freitag mit. Das bestehende Baurecht aus dem Olympia-2018-Architekturwettbewerb solle genutzt werden. Auf dem Areal Südliches Oberwiesenfeld solle eine "Beamten-City" mit mehreren hundert Wohnungen entstehen. Söder sagte: "Mit unserem verstärkten Angebot an Staatsbediensteten-Wohnungen helfen wir gerade Dienstanfängern und jungen Familien in München."

Die Wohnungen könnten "mit Mieten unter Marktniveau vor allem Staatsbediensteten in niedrigen Einkommensgruppen zugutekommen", sagte Söder, "etwa Polizisten, Krankenschwestern und Justizbeamten."

Gebaut werden sollen die Wohnungen von der 1974 gegründeten Stadibau. Söder hatte kürzlich die Gründung der neuen Wohnungsbaugesellschaf, "Bayernheim", angekündigt, die auch in München bauen soll. Die Parteifreunde in der Wohnungsmangel-Stadt werden auch das gerne hören.

 

87 Kommentare

Kommentieren

  1. null