"Ich habe immer Hunger" In Torlaune: Bayern-Stürmer Lewandowski trifft doppelt

, aktualisiert am 13.06.2018 - 13:02 Uhr
In Torlaune: Robert Lewandowski vom FC Bayern erzielt für die polnische Nationalmannschaft im WM-Test gegen Litauen gleich zwei Treffer. Foto: imago/Newspix

Am 24. Juni kommt es zum direkten WM-Duell mit seinem kolumbianischen Vereinskollegen James Rodríguez: Bayern-Stürmer Robert Lewandowski glänzt beim 4:0-Testspielsieg der polnischen Nationalelf gegen Litauen mit einem Doppelpack.  

München - Ungeachtet des Theaters um einen möglichen Abschied vom FC Bayern zeigt sich Robert Lewandowski in Torlaune: Der 29-Jährige hat sich mit einem Doppelpack für die Weltmeisterschaft in Russland warm geschossen.

Beim lockeren 4:0 (2:0)-Testspielerfolg der Polen am Dienstagabend gegen Litauen erzielte er die ersten beiden Treffer. In der 19. Minute musste er nach Vorlage von Maciej Rybus nur noch einschieben, in der 33. Minute traf er per Freistoß. Die weiteren Tore in Warschau markierten Dawid Kownacki (71.) und Mittelfeldspieler Jakub Blaszczykowski (82.) vom VfL Wolfsburg per Elfmeter. In Lukasz Piszczek von Borussia Dortmund kam auch der dritte Bundesliga-Profi im polnischen Kader zum Einsatz.

Robert Lewandowski ist also noch lange nicht fertig: Auch wenn Polens Stürmerstar mit dem FC Bayern gern schon bald Schluss machen würde, lässt er sich im Nationaltrikot vom Wirbel um seinen Wechselwunsch nicht ablenken. "Ich habe immer Hunger", sagte der 29-Jährige nach seinem Doppelpack.

Robert Lewandowski steht in Russland vor seiner ersten WM

Egal ob Lewandowski sich gerade Gedanken um seine Zukunft im Verein macht oder nicht: Tore scheint der Weltklasse-Angreifer fast immer zu schießen. Daher reist er an diesem Mittwoch auch mit großen Zielen ins WM-Quartier der Polen in Sotschi. "Ich mag große Zahlen", sagte Lewandowski im Anschluss an seine Treffer zum 1:0 und 2:0. "Weitere Tore haben zur Folge, dass ich noch größeren Hunger verspüre. Weitere Treffer motivieren zum weiteren Tore-Schießen und dazu, die Bilanz zu vergrößern."

Mit 16 Toren in zehn WM-Qualifikationsspielen hatte der polnische Rekord-Torschütze sein Land nahezu im Alleingang zum Turnier in Russland geschossen. Für Lewandowski wird es die erste WM sein. Er tritt dort mit einer polnischen Spielergeneration an, die vielleicht stärker ist, als jede andere zuvor. Zu den Mitfavoriten auf den Titel zählen die Polen zwar nicht. Aber es wäre keine Überraschung, sollten sie es zumindest bis ins Viertelfinale schaffen.

Lewandowski ist Kapitän, Kopf und Anführer dieser Mannschaft. "Die Dampflokomotive, die unser Team antreibt", findet Nationalcoach Adam Nawalka. Der 60-Jährige schätzt Lewandowski nicht nur wegen seiner Tore. "Er arbeitet sehr viel für die Mannschaft und zieht viel Aufmerksamkeit auf sich", sagte der Trainer.

Robert Lewandowski: Beim Wechsel vom BVB blieb er cool

Es ist nicht zu erwarten, dass Lewandowski sich von den Diskussionen um seine Zukunft beim FC Bayern ablenken lässt. Schon als er in der Saison 2013/2014 trotz seines Wechselwunsches noch ein Jahr bei Borussia Dortmund hatte bleiben müssen, leistete er ordnungsgemäß seine Arbeit, erzielte 20 Bundesliga-Tore und bereitete zehn weitere vor.

Äußern möchte er sich zu dem von seinem Berater Pini Zahavi geäußerten Wechselwunsch ohnehin nicht, da er ja schließlich Zahavi genau dafür habe: "Damit er sich um solche Dinge kümmert", wie Lewandowski zuletzt sagte. Er dagegen will sich um die Tore kümmern. Seinen ersten WM-Treffer könnte er am kommenden Dienstag gegen Senegal erzielen. "Ich will mehr", kündigte er bereits an.

Die Polen reisen am heutigen Mittwoch in ihr WM-Quartier in Sotschi. Am 24. Juni kommt es für Lewandowski am 24. Juni in Kasan im Spiel gegen Kolumbien zum Duell mit seinem Bayern-Teamkollegen James Rodríguez. Zum Abschluss der Vorrunde geht es für Polen gegen Japan (28. Juni).

Kolumbien mit James Rodríguez in Kasan eingetroffen

Kolumbiens WM-Team ist mit Bayern-Profi James Rodríguez und großen Hoffnungen in Russland gelandet. Die Mannschaft von Trainer José Pekerman reiste am Dienstag aus Mailand an und bezog ihr Quartier in Kasan.

Der Viertelfinalist von 2014 spielt zum Auftakt der Gruppe H am kommenden Dienstag in Saransk gegen Japan. "Aqui vamos. Here we go" ("Jetzt geht's los"), twitterte Rodríguez mit Fotos aus dem Flieger, die ihn und seine Kollegen mit Schlips und schicker Weste zeigen.

Die Erwartungen beim 50-Millionen-Einwohner-Volk in der Heimat sind traditionell hoch. "Wenn man träumt, dann glaube ich, dass die Träume wahr werden können", sagte Abwehrspieler Christian Zapata vom AC Mailand. "Wir haben eine schlagkräftige Mannschaft und die Hoffnung, eine große WM zu spielen."

Kolumbien hatte zuletzt in Italien auf dem Klubgelände des AC Mailand trainiert und beim 0:0 in einem Testspiel gegen Ägypten einen Sieg verpasst.

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