WM-Qualifikation Bayern-Stars bei WM: Bayern do Brasil

Wird sich ein paar Tipps vom Kollegen Dante holen: Bayern-Stürmer Thomas Müller. Foto: dpa

Die Nationalmannschaft kann für die WM buchen – und Bayerns Torwart Manuel Neuer will sich Tipps von Dante und Co. holen: „Vielleicht sollten wir eine brasilianische Nacht veranstalten“. Thomas Müller weiß über Brasilien: „Sehr, sehr viel Fleisch.“

 

München Er war zwar nicht anwesend, aber durchaus präsent. Für eine musikalische Videobotschaft ist Dante Bonfim Costa Santos ja immer zu haben, und wer als Bayern-Profi für die Selecao spielt, muss eben auf solche Hilfsmittel zurückgreifen. Und so trällerte der Bayern-Star bei der samstäglichen Gala Feijoada VIB im Park Hilton Hotel ein Ständchen aus dem fernen Seoul in den feierlich geschmückten Saal „Marco Polo“ im 15.Stock des Hilton und versprach, im nächsten Jahr auf jeden Fall mitzufeiern. Gut möglich, dass er noch ein paar Kollegen mitbringen muss.

Nach der geschafften WM-Qualifikation samt ausschweifender Feier im „Candy Club“ in Köln-Ehrenfeld steht den DFB-Kickern allmählich der Sinn nach dem vida bonita, dem süßen Leben in Brasilien.

In Party-Laune kündigee Keeper Manuel Neuer an, mit seinen brasilianischen Bayern-Kollegen ins „Trainingslager“ gehen zu wollen: „Ich werde mich auf jeden Fall einweisen lassen von Dante und Rafinha“, so Neuer, der auf eine gewisse Vorbildung hinweist: „Tanzen kann ich, Caipirinha habe ich auch schon mal getrunken, aber vielleicht sollten wir in München mal eine brasilianische Nacht mit den Nationalspielern veranstalten.“ Im Hilton werden sie sich schon die Hände reiben.

Auch Thomas Müller gab an, schon mal Caipirinha getrunken zu haben, war auch noch nie unterm Zuckerhut, hat aber schon eine Vorstellung vom WM-Land 2014: „Ich schätze es aber als sehr interessantes Land ein mit vielen freundlichen Menschen. Ich denke bei Brasilien vor allem an eine Top-Mannschaft, an gutes Essen, sehr, sehr viel Fleisch und vielleicht auch an das ein oder andere Bierchen.“

Kollege Bastian Schweinsteiger war ebenfalls noch nie in Brasilien, hat aber auch keine touristischen Ambitionen: „Wir sind nicht dort, um das Land zu genießen", sagte er zunächst einen Tick zu staatstragend, legte dann aber grinsend nach: „Okay, das wollen wir auch. Aber wir wollen vor allem erfolgreich Fußball spielen." Es soll den ein oder anderen Strand in Rio geben, wo man beides ganz prima kombinieren kann, Caipi inklusive.

Ein Gedanke, den Kapitän Philipp Lahm natürlich auch ablehnen müsste. Er redet lieber darüber, dass Profis wie Dante und Rafinha auch den Deutschen Sympathien in Brasilien einbringen werden: „Wir haben bei Bayern ja einige Brasilianer. Deshalb werden wir sicher auch mit offenen Armen dort empfangen." Gut, dass es auch noch den weit gereisten Manager Oliver Bierhoff, der weiß: „Brasilien steht für Fußball, für Musik, für Lebensfreude. Ich glaube, dass es für unsere Spieler eine Riesen-Motivation ist.“

Apropos Motivation: Auch Deutschlands oberster Fußball-Fan wird sicher wieder vor Ort die Däumchen drücken. Nach dem 3:0 gegen Irland simste Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Herzlichen Glückwunsch. Ich freue mich auf eine spannende WM.“ Samba mit der Kanzlerin: glänzende Aussichten.

 

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