WM-Achtelfinale gegen Deutschland Algeriens Held Madjer: Hier stellt er seine Elf vor

Mit der Hacke traf Rabah Madjer 1987 im Finale des Europapokals der Landesmeister gegen den FC Bayern. Foto: GES/augenklick

Rabah Madjer ist einer der größten algerischen Fußballer aller Zeiten, fast wäre er mal bei Bayern gelandet. Hier stellt er das Team vor, das im WM-Achtelfinale Deutschland besiegen will.

 

Porto Allegre - Algerien also. Machbar, oder? Beim DFB wollen sie solche Töne nicht hören. „Ich will das nicht überhöhen, aber ich erwarte, dass die Algerier so spielen, als ging es um ihr Leben“, sagt Chefscout Urs Siegenthaler vor dem Achtelfinale (22 Uhr/ZDF). „Wenn sie ihre Chance erkennen, werden Sie mit allen Mitteln versuchen, diese zu ergreifen. Sie werden mit extremer Leidenschaft spielen.“ Sie haben ihr Land bereits mit Stolz erfüllt, erstmals das Achtelfinale erreicht.

Rabah Madjer (56) ist einer der größten Spieler, die der algerische Fußball jemals hervorgebracht hat. Der Stürmer war 1982 beim 2:1 gegen Deutschland Torschütze, traf auch 1987 im Finale des Europapokals der Landesmeister gegen den FC Bayern beim 2:1-Sieg des FC Porto per Hacke und wäre beinahe als Neuzugang in München gelandet.

Vor dem Spiel stellt Madjer die Algerier vor.

Rais M'Bolhi: „Der Torwart ist in Sofie umstritten wegen vieler Fehlzeiten. Gute Reflexe, aber mit Schwächen beim Rauslaufen. Ein Rätsel.“

Aissa Mandi: „Rechtsverteidiger mit Zukunft. Technisch perfekt, wird bald ein besseres Verein als Reims finden. Momentan zu unentschlossen im Offensivspiel.“

Rafik Halliche: „War zunächst nicht als Stammspieler gesetzt, was sich nach seinem Tor gegen Südkorea geändert hat. Kopfballstark, aggressiv, manchmal übermotiviert.“

Madjid Bougherra: „Die Seele der Mannschaft, spielt seit 2004 für Algerien. Mit Kampfstärke schafft er es, jeden Gegenspieler im direkten Duell auszuschalten. Nur seine Kondition wirft Fragen auf, weil er seit drei Jahren in Katar spielt.“

Djamel Mesbah: „Moderner Außenverteidiger, kampfstark und intelligent. Hat beim AC Milan gelernt zu kombinieren. Manchmal fehlt es ihm an Geschwindigkeit.“

Carl Medjani: „Eigentlich Innenverteidiger. Ausnahmsweise als Abräumer im defensiven Mittelfeld platziert, überzeugt mit Zweikampfstärke.“

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Nabil Bentaleb: „Scheut bei Tottenham keinen Zweikampf. Fängt Bälle ab und leitet mit seinem linken Fuß sofort Konter ein. Steht im Schatten der offensiven Mittelfeldspieler, besitzt aber alle Qualitäten, ein Star zu werden. Zur Erinnerung: Er ist erst 19 Jahre alt.“

Sofiane Feghouli: „Der technische Chef dieser Mannschaft. Schlägt Pässe weit über dem Mittelmaß, weil er eine Vision des Spiels hat, weil er auch verteidigen kann und das Trikot von Algerien ihm unglaubliche Kräfte verleiht. Mit Brahimi bildet er ein extrem gefährliches Mittelfeld.“

Yacine Brahimi: „Der Künstler in der Truppe. Die Brasilianer vergleichen ihn mit Garrincha. Technisch steht er über allen, denkt nur nach vorne. Manchmal fehlt ihm der tödliche Pass. 2012 hat sich Gladbach ernsthaft für ihn interessiert.“

Abdelmoumene Djabou: „Die Überraschung. Wird mit 1,64 Metern Körpergröße bereits als algerischer Messi gefeiert. Manchmal fehlt ihm die Durchschlagskraft und die Power, um ein Spiel über 90 Minuten durchzustehen.“

Islam Slimani: „Der Star der Mannschaft. Wird mit Robert Lewandowski verglichen. Perfekter Stürmer für ein 4-2-3-1, immer gefährlich. Im letzten Jahr waren Mainz und Freiburg interessiert. Herausragender Kopfballspieler, es fehlt ihm noch ein wenig an Technik.“

 

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