WM 2010 Überflieger Klose: Sein Salto war bestellt – im Internet

Endlich wieder der Salto: Den zeigt Miroslav Klose nur noch bei ganz wichtigen Toren – wie den beiden Treffern gegen Argentinien. Foto: AP

CENTURION - Was für eine Glanzleistung auch im Spiel gegen Argentinien: Sein 14. WM-Tor. Damit zieht Miroslav Klose mit Gerd Müller gleich – und muss auch noch eine Rede halten.

 

Die Quote ist schlecht, der Mann kann es viel besser. Vier Tore hat Miroslav Klose bei dieser WM bereits erzielt. Und auf seinem Salto-Konto ist: nur einer.

Vielleicht durchzuckte es den Stürmer (32) nach seinem zweiten Treffer gegen Argentinien deshalb. Klose hielt kurz inne, beschleunigte dann und legte einen perfekten Salto auf den Rasen von Kapstadt. Er war ja in der Bringschuld. „Auf meiner Homepage haben sich viele gewünscht, dass ich mal wieder einen Salto zeige – deshalb hab' ich's gemacht“, sagte Klose am Sonntag im Mannschaftshotel „Velmore Grande“ nüchtern. Die Schlussfolgerung: Man kann also Salti bei Klose online bestellen. An dieser Stelle die Adresse für das Halbfinale gegen Spanien: www.miroslavklose.de

14 WM-Treffer hat Klose bei drei Turnieren (2002 und 2006 waren es je fünf) bereits erzielt. Und jedes Tor in Südafrika geriet zu einer Bestmarken: Mit Tor Nummer elf, dem 2:0 gegen Australien, holte er Jürgen Klinsmann ein; mit dem 1:0 gegen England zog er mit Brasiliens Legende Pele gleich. Darauf angesprochen, tat Klose so, als sei’s ihm peinlich, zumindest unangenehm.

Gegen Argentinien setzte der Bayern-Stürmer seinen Triumphzug fort, mit den Treffern Nummer 13 und 14. Nun steht er auf einer Stufe mit Gerd Müller, im internationalen WM-Ranking fehlt ihm nur ein Treffer zu Brasiliens Ronaldo (15 Tore zwischen 1998 und 2006). Doch zufrieden ist er mit diesem Zwischenstand nicht: „Ich möchte bei dieser WM mindestens fünf Tore schießen. Wenn mir sechs gelingen, bin ich sehr, sehr zufrieden.“ Das sagt der Mann, der während der letzten Bayern-Saison meist nur Ersatz hinter Ivica Olic war und bei 25 Liga-Einsätzen gerade mal drei Treffer machte.

Nun hat er 100 Länderspiele – und deshalb etwas nachzuholen: die obligatorische Rede, die Tradition hat beim DFB. „Ich war froh, dass es keinem aufgefallen ist beim Abendessen", erzählte Klose, „Harald (Stenger, der Pressechef, d.Red.) und ein paar Jungs haben noch getanzt, andere gegessen - das hat sich ein bisschen verflogen. Aber ich werde die Rede nachholen.“ Als Weltmeister wäre er offen für alles: „Ich weiß nicht, was offiziell geplant ist. Dann können sie mit mir machen, was sie wollen.“ ps

 

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